In Teichröda entsteht derzeit ein Solarpark

Der Strom kommt künftig vom Feld: Auf einer 3,2 Hektar großen Fläche des Gewerbegebietes Teichröda entsteht derzeit ein Solarpark. Mit Fertigstellung Ende Juni produzieren 7788 Solarmodule zirka 1,75 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Neubau einer Photovoltaikanlage zwischen im Gewerbegebiet Teichröda. Derzeit werden die Unterkonstruktionen für die Modultische aufgestellt. Am 30. Juni soll die Anlage in Betrieb gehen.  Foto: Peter Scholz

Neubau einer Photovoltaikanlage zwischen im Gewerbegebiet Teichröda. Derzeit werden die Unterkonstruktionen für die Modultische aufgestellt. Am 30. Juni soll die Anlage in Betrieb gehen. Foto: Peter Scholz

Foto: zgt

Teichröda. Auf einer 3,2 Hektar großen Fläche des Gewerbegebietes Teichröda entsteht derzeit eine Photovoltaik-Anlage. Nach zügiger Erteilung der Genehmigung begann vor einigen Tagen der Bau des "Solarparks Teichröda". Zunächst waren Drainagerohre zu verlegen, außerdem wird eine extra Rampe für der Landwirtschaft gebaut, damit die Landwirte ihre Ackerflächen auch künftig erreichen können.

Im Moment sind die Arbeiter damit beschäftigt, Zäune zu errichten und die Unterkonstruktionen für die Modultische zu rammen. 7788 Solarmodule werden ab 30. Juni mit einer Leistung von 1,8 Megawattpeak zirka 1,75 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren. Das entspricht in etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 460 Vier-Personen- Haushalten. Die Investitionssumme beträgt rund drei Millionen Euro.

In der Stadt Remda-Teichel stand man dem Vorhaben von Anfang an aufgeschlossen gegenüber. Ließen sich damit doch gleich zwei Ziele erreichen: Zum einen fand sich für die lange Zeit unverkäufliche Fläche des Gewerbegebietes endlich ein Käufer, zum anderen setzt man ein Zeichen in Sachen Energiewende in der Region. "Die Maßnahme ist einstimmig seitens des Stadtrats gebilligt worden. Zudem kommen der Stadt die Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf zu Gute", so Bürgermeister Horst Engelmann (CDU).

Initiator des Vorhabens ist ein Erfurter Architektur- und Ingenieurbüro, die Arge Standortentwicklung. Ein seriöser Investor fand sich mit der Greenvest Solar GmbH aus Starnberg und die Ausführungsplanung und Realisierung des Projektes übernahm die reniva GmbH, ein Ingenieurbüro aus Ulm.

"Ausschlag gebend für die Entscheidung war die Tatsache, dass es sich hier um ein sehr wenig ausgelastetes Gewerbegebiet handelt. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sieht vor, dass bevorzugt derartige Flächen für die Bebauung mit Photovoltaik-Anlagen ausgewiesen werden. Die hier erzielte Stromleistung wird vergütungsfähig, ohne dass ein gesonderter Bebauungsplan erstellt werden muss", nennt Lutz Herzer, Projektentwickler bei der Arge Standortentwicklung in Mönchenholzhausen bei Erfurt, die Vorteile.

Einem Millionen-Objekt wie diesem geht eine Wirtschaftlichkeitsprüfung voraus. Die Prüfung des Standortes hat ergeben, dass die Sonneneinstrahlung auf dieser Fläche optimal ist. "Wir haben allerdings nicht die gesamte noch zur Verfügung stehende Fläche des Gewerbegebietes genutzt, weil auf einem Teil die Verschattung zu groß ist", so der Projektentwickler.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.