Kläranlagen, Leitungen, Kanäle: Wasserverband investiert 2017 fast 5 Millionen Euro

Eisenberg  Für Bewohner im Bereich des Zweckverbandes Eisenberg soll sich die Trinkwasserversorgung verbessern – Zentrale Kläranlagen für Dörfer

Nach der Kläranlage Mertendorf als Pilotprojekt sollen weitere Kläranlagen für Dörfer im Saale-Holzland gebaut werden. Foto: Angelika Munteanu

Nach der Kläranlage Mertendorf als Pilotprojekt sollen weitere Kläranlagen für Dörfer im Saale-Holzland gebaut werden. Foto: Angelika Munteanu

Foto: zgt

Fast fünf Millionen Euro will der Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg (ZWE) in diesem Jahr investieren. Davon etwa 3,8 Millionen Euro sind inklusive Förderung eingeplant, um Dörfer im nördlichen Saale-Holzland-Kreis an die zentrale Abwasserbeseitigung anzuschließen und so das Abwasserbeseitigungskonzept des Zweckverbandes weiter umzusetzen. Etwa 1,8 Millionen Euro sieht der Verband vor für die Erneuerung von Trinkwasserleitungen in verschiedenen Orten des Verbandsgebietes.

Mit einem zweiten Bauabschnitt fortgesetzt werden in diesem Jahr die Bauarbeiten in der Gemeinde Silbitz. Eine Einwohnerversammlung, in der Bauabläufe im Detail zu klären waren, hatte vor wenigen Tagen stattgefunden. Ende vorigen Jahres war der Abschnitt Maruschkystraße mit einem neuen Abwasserpumpwerk fertiggestellt worden. Der Düker – eine Druckleitung – , der das Abwasser aus Silbitz unter der Weißen Elster zur Kläranlage in Crossen leiten wird, ist ebenfalls gebaut. „Innerorts soll es in Silbitz losgehen, sobald Bauwetter ist“, kündigte die ZWE-Geschäftsleiterin Ute Böhm auf Zeitungsnachfrage an. Ziel sei es, die Baumaßnahme bis Dezember dieses Jahres abzuschließen. Dazu gehört auch das Anbinden der Gießereisiedlung an die zentrale Kläranlage. Die bislang genutzte kleine Kläranlage der Kommune soll abgerissen werden. Etwa 1,6 Millionen Euro, davon mehr als 600 000 Euro Fördermittel investiert der ZWE in die zentrale Abwasserentsorgung in Silbitz. Hinzu kommen etwa 600 000 Euro für die Erneuerung von Trinkwasserleitungen.

Vorarbeiten für kleine Kläranlage

Zentrale Abwasserlösungen sollen auch in Thierschneck und Walpernhain mit Kläranlagen für jedes der Dörfer geschaffen werden. Analog zum Pilotprojekt Mertendorf im Vorjahr haben die Vorarbeiten in Thierschneck bereits begonnen. Nach der Ausschreibung ist für den 14. Februar die Submission für die Angebote vorgesehen. In das Bauwerk, das künftig das Abwasser der 110 Einwohner klären wird, investiert der Zweckverband etwa 375 000 Euro.

In Walpernhain soll, nachdem die Kanäle bereits mit der Ortsdurchfahrt gebaut wurde, die Kläranlage für das Dorf für 225 000 Euro errichtet werden, möglichst mit Fördermitteln.

Pläne bereits ab 2018

Die Großbaustelle in Schkölen ist noch nicht beendet. Nach den Bauarbeiten im Vorjahr soll in diesem Jahr der Schmutzwasserkanal in der Karl-Marx-Straße, auf dem Töpferberg und in der Friedensstraße gebaut werden. In einem Teil der Burgstraße soll gemeinsam mit der Kreisstraßenmeisterei gebaut werden, sagte Böhm. 550 000 Euro, Fördermittel eingeschlossen, hat der ZWE für das Bauvorhaben in Schkölen in diesem Jahr vorgesehen.

In Eisenberg soll der Schmutzwasserkanal in der Randsiedlung fertiggestellt werden. An der Sanierung der Karl-Liebknecht-Straße wird der ZWE beteiligt sein. In Etzdorf soll gleichfalls der Schmutzwasserkanal in der Ortsdurchfahrt gebaut werden. Vorbereitet für 2018 werden die Baumaßnahmen im „Kleinen Dorf“ in Hartmannsdorf und im Rosental in Crossen.

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