Mini-Biogasanlage geht in Maua in Betrieb

Jena  Das Gerät soll ab März über den Bioenergie Verbund erhältlich sein, an dem Hochschulen und Firmen beteiligt sind.

Anja Siegesmund ließ sich im Bioenergie Verbund Thüringen in Jena aktuelle Forschungsprojekte zu regenerativen Energien erläutern. Dazu gehörte eine energieautarke Kläranlage, die Alexander Riedel (links) vorstellte. Walter Lösch und Christian Huck (2. von rechts) hörten ebenfalls zu.

Foto: Florian Girwert

Im Jenaer Ortsteil Maua ist am Freitagmittag die Mini-Biogasanlage „VillageBiogas“ in Betrieb genommen worden. Damit soll ein wichtiger Schritt zur vollständigen und gärrestfreien Verwertung von Biomasse-Abfällen wie Gras oder Laub getan werden, hieß es zur Inbetriebnahme. Dafür war eigens Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) gekommen, die sich gleich noch über eine Reihe von Forschungsprojekten des Bioenergie Verbund Thüringen e.V. aufklären ließ.

Der Verbund arbeitet zusammen mit einer ganzen Reihe von Netzwerk-Partnern nicht nur an der Weiterentwicklung von Biogas-Anlagen, sondern auch zum Beispiel an der Entwicklung einer energieautarken Kläranlage. Zu den Partnern gehören Hochschulen, aber auch Firmen aus Jena und Ostthüringen.

Forschungs-Stillstand überwunden

Der Verbund hat das Ziel, wirtschaftliche und dezentrale Energieversorgung zu ermöglichen – und dabei mit möglichst wenig Ressourcen auszukommen. So konnte man in den vergangenen Jahren immer effizientere Biogas-Anlagen auf den Weg bringen. Derartige Geräte, so die Ministerin, könnten dabei helfen, das Thüringer Ziel zu verwirklichen, bis 2040 den kompletten Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Die Anlage kann je nach Ausführung zwischen 1 und 10 Kilowatt Leistung liefern und soll ab März für 2900 Euro über die Internetseite des Verbands erhältlich sein. Die Großversion soll für Kommunen geeignet sein, wo dann nicht nur Gülle, sondern auch zum Beispiel Grünschnitt in mehreren Phasen zu Gas verarbeitet werden soll. „Es hat über etliche Jahre wenig Bewegung bei der Forschung an Biogas-Anlagen gegeben“, sagte Bernd Düsterhöft, zweiter Vorsitzender des Verbands. Dem wolle man etwa mit der neuen Anlage beikommen.

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