Pilotprojekt: Neue Kläranlage in Mertendorf in Betrieb genommen

Mertendorf  Die neue Abwasserbeseitigungsanlage in Mertendorf gilt als Pilotprojekt für zentrale Kläranlagen auf dem Dorf im Gebiet des Zweckverbandes Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg (ZWE).

Die Kläranlage in Mertendorf wird vom Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg in Betrieb genommen. Die Anlage gilt als Pilotprojekt für die zentrale Abwasserbeseitigung auf dem Dorf. Foto: Angelika Munteanu

Die Kläranlage in Mertendorf wird vom Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg in Betrieb genommen. Die Anlage gilt als Pilotprojekt für die zentrale Abwasserbeseitigung auf dem Dorf. Foto: Angelika Munteanu

Foto: zgt

Die neu gebaute Kläranlage für die Gemeinde Mertendorf hat der Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg (ZWE) am Donnerstag (21. Juli 2016) in Betrieb genommen. Jetzt können sich die Haushalte mit etwa 160 Einwohnern an die zentrale Kläranlage anschließen.

Mitte März hatten die Bauarbeiten für die Kläranlage am Rand des Dorfes, in gebührlichem Abstand zu den Wohnhäusern, begonnen. Nach drei Ausschreibungsanläufen, bis ein akzeptables Kostenangebot erreicht wurde, hatte die Firma Mall Umweltsystem in Coswig schließlich den Zuschlag erhalten. Etwa 285 000 Euro hat der ZWE in die Kläranlage investiert, die als Pilotprojekt für die zentrale Abwasserbeseitigung auf dem Dorf gilt.

Die Inbetriebnahme der Anlage in Mertendorf sei ein wichtiger Meilenstein im dörflichen Leben und im Leben des ZWE, sagte der Verbandsvorsitzende, Schkölens Bürgermeister Matthias Darnstädt. Mit dem Abwasserbeseitigungskonzept habe der Zweckverband 2009 entschieden, dass es die zentrale Abwasserbeseitigung nicht nur für die Bürger in Eisenberg und Crossen geben solle. Die Mertendorfer werden künftig als sogenannte Volleinleiter in den Kanal ein Entgelt zu zahlen haben, das geringer ist als die Kosten, die jeder Grundstückseigentümer für den Bau und den Betrieb einer eigenen vollbiologische Kleinkläranlage zu tragen hätte.

Für die Abwasserentsorgung zur Kläranlage wird der bereits bestehende Mischwassersammler im Dorf genutzt. Das Verlegen von Rohrleitungen ist damit überflüssig. Nur der Anschluss der einzelnen Häuser muss jetzt noch erfolgen.

Damit bei starkem Regen das Niederschlagswasser den biologischen Klärprozess in der neuen Anlage nicht stört, ist ein zusätzliches Regenrückhaltebecken gebaut worden. Eine zentrale Kläranlage soll auch Thierschneck in der Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg erhalten. Den Bau hat der ZWE verschoben, um zunächst zu sehen, wie die Kläranlage in Mertendorf funktioniert.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.