SPD-Bundestagsmitglieder zu Besuch bei Jenaer Biotech-Firma InflaRx

Jena  Eine Erkenntnis des Besuchs: „Es klemmt beim Mut zum Risiko.“

SPD-Bundestagsmitglieder Martina Stamm-Fibich und Christoph Matschie bei InflaRx-Chef Niels Riedemann(von rechts) auf dem Beutenberg.

SPD-Bundestagsmitglieder Martina Stamm-Fibich und Christoph Matschie bei InflaRx-Chef Niels Riedemann(von rechts) auf dem Beutenberg.

Foto: privat

In Deutschland besteht zu wenig Risikobereitschaft, sich an innovativen Hochtechnologie-Firmen zu beteiligen. Das hat Jenas SPD-Bundestagsabgeordneter Christoph Matschie eingeräumt nach dem Besuch an der Seite seiner Fraktionskollegin Martina Stamm-Fibich bei der Biotech-Firma InflaRx im Bioinstrumentezentrum am Beutenberg. Die SPD-Politiker ließen sich von InflaRx-Chef Professor Niels Riedemann den Weg beschreiben, der die Jenaer Firma an die US-Tech-Börse Nasdaq geführt hat. InflaRx wird dank seiner Arbeit an Medikamenten gegen schwere Entzündungen im Körper mit einem Marktwert von bis zu 900 Millionen US-Dollar verortet. Vonnöten sei ein besseres gesellschaftliches Klima, dass in Deutschland die Bereitschaft zur Risiko-Investition wächst, sagte Matschie. Zudem lasse sich über Anreize wie Verlustabschreibungen reden. Und weil InflaRx über den Verlust des ICE-Anschlusses klagt: Es sei ein Versagen der Bahn, dass Jena nach jenem Schnitt nicht nahtlos mit Alternativen ausgestattet wurde, sagte Matschie. Zum Gewerbeflächen-Bedarf, den auch InflaRx rasch haben könnte, sagte Matschie: „Die gescheiterte Gebietsreform liegt uns schwer im Magen.“ Das Flächenpotenzial um Jena gehöre gemeinsam mit dem Landkreis genutzt.

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