Thüringens interessante Orte in wenigen Minuten erleben

Erfurt  Rund 40.000 Gäste nutzten im ersten Jahr die digitale Erlebniswelt der Thüringer Tourismusgesellschaft am Erfurter Hauptbahnhof.

Im interaktiven Showroom „360Grad Thüringen Digital Entdecken“ kann man dank moderner Technik auf eine virtuelle Reise zu den aufregendsten Orten Thüringens gehen.

Im interaktiven Showroom „360Grad Thüringen Digital Entdecken“ kann man dank moderner Technik auf eine virtuelle Reise zu den aufregendsten Orten Thüringens gehen.

Foto: Dominik Saure / TTG

Eine Rundreise durch ganz Thüringen in wenigen Minuten – diese Möglichkeit bietet seit einem Jahr die digitale Erlebniswelt am Erfurter Hauptbahnhof. Bis zum Jahresende werden mehr als 40.000 Besucher dieses spezielle Angebot genutzt haben, sagte die Geschäftsführerin der Thüringer Tourismusgesellschaft, Bärbel Grönegres, gestern in Erfurt. „Aktuell konnten wir bereits 39.330 Gäste mit den unterschiedlichsten Anliegen in den Räumen begrüßen“, berichtete Grönegres.

Nach einem verhaltenen Anlauf mit 1500 Besuchern am Tag, sei man inzwischen stabil bei rund 4000 täglichen Gästen angekommen. Das liege zwar noch unter den Zahlen der früheren Tourist-Information an gleicher Stelle, was aber darin begründet ist, dass man mit der Eröffnung der neuen Digitalwelt den Verkauf von Fahrkarten für Fernbusse eingestellt hat. „Wir wollen uns auf unser Kerngeschäft konzentrieren, die Besucher auf die touristischen Highlights Thüringens aufmerksam zu machen“, erklärte Grönegres. „Wir sehen, dass eine Umstellung des Angebotes ihre Zeit benötigt und sich das neue Konzept herumsprechen muss“, so die Tourismus-Chefin.

Zunehmend genutzt wird diese Angebot der Tourismusgesellschaft auch von Unternehmen. So habe die Thüringer Aufbaubank ein Treffen der Förderbanken der Länder mit einem Besuch in der digitalen Erlebniswelt verknüpft. Auch die Erfurter Messe lade Veranstalter aus anderen Bundesländern in das digitale Besucherzentrum ein.

Das ist vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien inzwischen als außerschulischer Lernort bestätigt worden. „So kommen Schüler der dritten und vierten Klassen zum Heimatkundeunterricht in unsere Räume und erkunden Thüringen digital“, erläuterte Gröne- gres den Ansatz. Das mache den Kindern Spaß und begeistert sie mehr als ein Lehrbuch.

Bestätigt sehen sich die Thüringer Tourismus-Experten auf ihrem Weg zur digitalen Präsentation des Freistaates durch einige Auszeichnungen der vergangenen Wochen. So errang die digitale Erlebniswelt inzwischen nicht nur den „German Design Award“ für Kommunikationsdesign. Sie wurde darüber hinaus vom Deutschen Tourismus-Verband als bestmögliche Methode für „Tourismus Digital“ geehrt. Man folge damit dem Trend, dass der Gast interaktive Exponate und moderne Darstellung erwarte, so Grönegres.

Man sei hier am Standort quasi in eine Vorreiterrolle geschlüpft, verknüpft Thüringens Tourismus-Chefin große Hoffnungen mit der Entwicklung der ICE-City rund um den Hauptbahnhof. Dann würden mehr Reisende das Angebot wahrnehmen. „Die Erlebniswelt ist eine Investition in die Zukunft und eine kontinuierliche, jährliche Steigerung der Besucherzahlen um zehn Prozent halten wir für realistisch“, so Grönegres.

Gestartet hat man inzwischen erstmals eine spezielle vorweihnachtliche Veranstaltungsreihe. So waren gestern Kinder eingeladen, dem Märchenerzähler Andreas vom Rothenbart zu lauschen und Teller und Tassen zu bemalen. Es folgen Lesungen, Orgelkonzert und Stollenbuffet.

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