Thüringer Netzwerke helfen Firmen in der Corona-Krise

Gera.  19 Thüringer Netzwerke und Organisationen haben sich zu einer branchenübergreifenden Initiative zusammengeschlossen, um Betriebe zu unterstützen.

Unternehmen, die in der Corona-Zeit verunsichert sind, will die Initiative Thüringer Netzwerke und Organisationen, mit einer zentralen Informationsplattform helfen.

Unternehmen, die in der Corona-Zeit verunsichert sind, will die Initiative Thüringer Netzwerke und Organisationen, mit einer zentralen Informationsplattform helfen.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Angesichts der enormen Herausforderungen der Corona-Krise für die Wirtschaft haben sich jetzt 19 Thüringer Netzwerke und Organisationen zu einer branchenübergreifenden Initiative zusammengeschlossen. Deren Ziel sei es, umfassende Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen zu sammeln und diese auf einer zentralen Plattform bereitzustellen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Zudem will die Initiative die Bedarfe der Wirtschaft bündeln und nach gemeinsamen Lösungen zur Stabilisierung der Fertigung und der regionalen Wertschöpfungsketten suchen. Der Zusammenschluss will nach eigenen Angaben jene Firmen entlasten, die weder über hohes Eigenkapital noch über die personellen Kapazitäten verfügen, um neben der Suche nach Antworten auf die wirtschaftliche Krise eine aufwendige Recherche zu Fördermöglichkeiten zu leisten. Vielfach sei in den vergangenen Tagen deutlich geworden, dass globale Lieferketten gerade in Krisenzeiten besonders anfällig seien. Daher sei eine Förderung regionaler Wertschöpfungsketten notwendig. Daran arbeite die Initiative.

Es habe sich gezeigt, dass aufseiten der Unternehmen derzeit eine enorme Verunsicherung herrsche. „Die beteiligten Akteure haben sich deshalb entschlossen ihre Ressourcen zu bündeln, um zur Unterstützung der Unternehmen den Informationsfluss zu befördern und regionale Wertschöpfungsketten zu stärken“, so Andreas Patschger, Leiter der Koordinierungsstelle des Thüringer Zentrums für Maschinenbau und Sprecher der Cross-Cluster-Initiative. Diese fordert bedarfsgerechte Programme, die die Liquidität der Mittelständler auch über die aktuelle Soforthilfe hinaus in der zweiten Jahreshälfte sicherstellen. Daher sei es wünschenswert, staatliche Investitionen in Infrastrukturprojekte, Forschung und Entwicklung sowie Personal und Qualifizierung voranzutreiben.

Weitere Informationen zur Initiative: netzwerktimer-thueringen.de/corona