Umsatzrekord für Ostthüringer Firmen

Gera/Jena  Die großen Ostthüringer Unternehmen haben im vergangen Jahr einen Umsatz von mehr als 9,75 Milliarden Euro erzielt. Das ist ein neuer Rekord. Und dabei ist die Zahl der Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern gesunken.

Die Fläche des Industrie- und Gewerbeparks Rudolstadt-Schwarza umfasst insgesamt rund 110 Hektar. Die jeweils meisten Betriebe und Beschäftigten wie auch den höchsten Gesamtumsatz gibt es im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Archivfoto: Arnd Hartmann

Die Fläche des Industrie- und Gewerbeparks Rudolstadt-Schwarza umfasst insgesamt rund 110 Hektar. Die jeweils meisten Betriebe und Beschäftigten wie auch den höchsten Gesamtumsatz gibt es im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Archivfoto: Arnd Hartmann

Foto: Arnd Hartmann

Die Zahl der Beschäftigen in der Ostthüringer Industrie ist 2018 weiter gestiegen. In den Unternehmen mit 50 und mehr Angestellten und Arbeitern gibt es 44.393 Mitarbeiter. Das sind 1418 mehr als im Vorjahr, wie aus den am Montag vorgelegten Zahlen des Statistischen Landesamtes hervorgeht.

Dabei ist die Zahl der großen Firmen zwischen Jena und dem Altenburger Land um sieben auf 266 zurückgegangen. Die jeweils meisten Betriebe und Beschäftigten wie auch den höchsten Gesamtumsatz gibt es im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, am geringsten sind die Werte jeweils für die kreisfreie Stadt Gera. Der höchste Jahresumsatz je Beschäftigtem wird mit 262.580 Euro aber in Jena erzielt. Dieser wird anders als in allen anderen Kreisen und kreisfreien Städten mit einem Anteil von fast 70 Prozent vor allem Ausland erzielt. Landesweit liegt der Exportanteil durchschnittlich bei etwas mehr als einem Drittel.

Nur in Eisenach ist die Umsatzproduktivität größer als in Jena

Nur in Eisenach mit dem Opel-Werk als mit Abstand größtem Arbeitgeber ist die Umsatzproduktivität mit mehr als 308.000 Euro je Mitarbeiter noch größer als in Jena.

Die Krise in der Automobilbranche lässt sich aber an den statistischen Zahlen ablesen. Zum dritten Mal in Folge ist der Umsatz der Industrieunternehmen in der Wartburgstadt deutlich zurückgegangen. Dies hat ursächlich mit der geringeren Nachfrage nach Fahrzeugen aus dem Opel-Werk zu tun.

Insgesamt stieg der Jahresumsatz der großen Industriefirmen in Thüringen auf 32,1 Milliarden Euro (plus 915 Millionen Euro). Den größten Anteil daran hat seit dem Jahr 2011 der Ilm-Kreis mit dem stetig wachsenden Gewerbegebiet „Erfurter Kreuz“. Mit einem Plus von 14,3 Prozent auf 363 Millionen Euro hatte der Ilm-Kreis im vergangenen Jahr den größten Zuwachs.

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