„Wirtschaftslöwen“ bieten in Gera Blick hinter die Kulissen

Gera  24 Firmen präsentierten sich in Gera zur „Langen Nacht der Wirtschaftslöwen“.

Von links: Uwe und Sorella Petters, Mirko Raatz, Oberbürgermeister Julian Vonarb

Von links: Uwe und Sorella Petters, Mirko Raatz, Oberbürgermeister Julian Vonarb

Foto: Ulrike Grötsch

Am Sonnabend fand die „Lange Nacht der Wirtschaftslöwen“ in Gera statt.

Zum dritten Mal hatten Interessierte die Möglichkeit, einen Blick hinter die Türen von Unternehmen, die in Gera ansässig sind, zu werfen. Alle teilnehmenden Firmen hatten sich spannende Angebote überlegt – für künftige Azubis wie auch den Arbeitnehmer, der gern wieder in Wohnortnähe tätig sein möchte. Das Angebot reichte von Betriebsführungen, Präsentationen und Vorträgen bis zum Mitmachen. Zur Eröffnung der langen Nacht, die bei Schuh Petters erfolgte, dankte Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) den Unternehmern für ihr Engagement „Die Wirtschaft ist der Motor unserer Stadt und viele Unternehmen sind in ihrer Branche deutschlandweit Spitze oder bestimmen gar das internationale Niveau mit“, sagte er. Dies Art der Veranstaltung sei die beste Werbung für den Wirtschaftsstandort Gera. Mit der Öffnung der Hallentore nutzen die Unternehmen zugleich die Gelegenheit, ihre Produktionsprofile vorzustellen und den einen oder anderen für eine Tätigkeit oder eine Ausbildung im Unternehmen zu gewinnen.

Mitmachangebote und kleine Präsente

Mit dem breit gefächerten Angebot – alle 24 Firmen sind an einem Abend kaum zu besuchen – ist es jedem möglich, das für sich Passende zusammenzustellen. Ob ad hoc gaming GmbH, Autohaus, duale Hochschule, Berufsschule, Bäckerei, haben sich kleinere und größere Firmen für diesen Tag zusammengetan und zeigen die Vielfalt, die Wirtschaft nun eben mal zu bieten hat. Es war also für fast jeden Geschmack etwas dabei. So konnten die Besucher beispielsweise in der Identica-Lack-Art in der Leibnizstraße, beim Lackieren zuschauen.

Aber auch im Fitnessstudio Injoy Xpress Gera schaute man sich bei einem Rundgang um. Wer es sportlicher angehen wollte, konnte sich einen Trainingsplan aufstellen lassen.

Auch die Lebenshilfe lockte mit Führungen und stellte die interne Arbeitsorganisation im Rahmen einer Präsentation vor. Das Logistikzentrum Lidl Am Flugplatz war ebenso mit von der nächtlichen Partie wie die Gera Arcaden, die am Sonnabend imposante Einblicke hinter die Kulissen boten. Alle, auch die hier nicht Genannten, hatten sich viel einfallen lassen für die Besucher. Einmal einen Schuh nähen oder sich beim Schweißen ausprobieren und noch vieles mehr wurde geboten. Ein kleines Dankeschön für den Besuch gab es bei Lidl und wer zuvor durch die Kühllager ging, konnte danach noch ein Eis verzehren. Bequem kamen viele Gäste von Firma zu Firma mit dem Bus. Dieser Service gefiel den meisten. An den Haltestellen standen oft zwanzig, dreißig oder noch mehr Leute, die sich zum nächsten Veranstaltungsort fahren ließen. Busse kamen im 30-Minuten Takt. Die Geraer Verkehrsbetriebe hatten gut zu tun. Vor allem in Richtung Flugplatz waren Busse sehr gefragt. Bei Lidl fuhren sie direkt ins Betriebsgelände und auch an der Getzner Textil Weberei warteten viele auf den Shuttle. Wären die Nutzer der Busse auch noch mit eigenem Pkw gekommen, der Platz fürs Parken hätte nie und nimmer gereicht. Auch mit Shuttle war die Straße zum Lidl zugeparkt.

Entspannter ging es parktechnisch gesehen in der Innenstadt zu. Von den Arcaden zur Sparkasse, das war zu erlaufen. Auch dort war Andrang. Hinter einen Geldautomat konnten die Sparkassenbesucher schauen und erfuhren, wie er funktioniert und Falschgeld erkennt. Viele Fragen gab es im Tresorraum. Und zum Abschluss ging es hinauf auf die Dachterrasse, den nächtlichen Ausblick gen Theater genießen, das faszinierte alle.

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