Wismut aktualisiert Sanierungsprogramm für Sachsen und Thüringen für weitere 30 Jahre

Ronneburg  Die Wismut GmbH hat das Programm zur Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus in Sachsen und Thüringen aktualisiert. Bis 2028 soll im Bereich Ronneburg saniert werden.

Die Sanierung der industriellen Absetzanlage Culmitzsch soll 2028 beendet sein. Dieses Bild wurde bei der Endabdeckung des Testfelds 2015 aufgenommen. Foto: Thomas Ackermann

Die Sanierung der industriellen Absetzanlage Culmitzsch soll 2028 beendet sein. Dieses Bild wurde bei der Endabdeckung des Testfelds 2015 aufgenommen. Foto: Thomas Ackermann

Foto: zgt

Seit 2010 überprüft und aktualisiert die Wismut GmbH mit Sitz in Chemnitz ihre noch anstehenden Aufgaben alle fünf Jahre. Betrachtungszeitraum sind laut Vorgabe 30 Jahre. Das erarbeitete Dokument bezieht sich also auf die Aufgaben von 2016 bis 2045. D as Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat das Programm nun als Gesellschafter offiziell als Grundlage für die künftigen Sanierungs- und Langzeitaufgaben des Bergbausanierers bestätigt.

Die neue Planung zeige den Abschluss der Kernsanierung an den einzelnen Standorten, teilt die Wismut mit. Am längsten werden die Arbeiten an der industriellen Absetzanlage Culmitzsch bei Seelingstädt dauern. Im Jahr 2028 werden dort die Sanierungsarbeiten beendet.

Nach Abschluss der Sanierung an den einzelnen Objekten verbleiben noch Langzeitaufgaben, die zur dauerhaften Sicherung des Sanierungserfolges erforderlich sind. Aktive Nachsorge, Überwachung der ehemaligen Bergbau- und Aufbereitungsstandorte und vor allem das Wassermanagement werden Aufgaben für die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte sein. Der größte Aufwand wird dabei auf die Fassung und Behandlung von Flutungs- und Sickerwasser entfallen. Eine langfristige Behandlung dieser kontaminierten Wässer ist aus strahlenschutzrechtlichen und wasserrechtlichen Gründen an fast allen Standorten zwingend notwendig. Die Dauer der Wasserbehandlung wird vom Schadstoffpotenzial der gefassten Wässer bestimmt.

Diese Langzeitaufgaben seien nicht weniger anspruchsvoll und benötigten auch künftig das volle Engagement, die Kompetenz und den Einsatz neuen Know-hows. Die dafür benötigten Mittel stellt die Bundesregierung weiterhin zur Verfügung.

Parallel zum Sanierungsprogramm wurde außerdem ein detailliertes Personalkonzept bis 2020 mit einem Ausblick bis zum Sanierungsende erarbeitet. Damit soll die Aufgabenerfüllung trotz der sinkenden Personalzahl auch in Zukunft weiter optimal abgesichert werden. Gleichzeitig wird die fachliche Kompetenz des Unternehmens bis in die Langzeitaufgaben gewährleistet. Bisher hat das bundeseigene Unternehmen Wismut GmbH für die Sanierungsaufgaben in Sachsen und Thüringen rund sechs Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt dafür ausgegeben.

Das Sanierungsprogramm 2015 berücksichtige den aktuellen Sanierungsfortschritt, die im Sanierungsprozess gewonnenen Erfahrungen, die neuesten technischen und genehmigungsrechtlichen Entwicklungen sowie Preis- und Kostensteigerungen der vergangenen Jahre.