Wohnhaus aus Holz entsteht am Amselweg in Stadtroda

Stadtroda  Die Stadtrodaer Wohnungsbaugesellschaft lässt auf dem letzten freien Areal, das ihr zur Verfügung steht, vier Wohneinheiten errichten.

Foto: zgt

Es wird die vorerst letzte große Investition der Stadtrodaer Wohnungsbaugesellschaft (SWG), die da in diesen Monaten am Amselweg in Stadtroda getätigt wird. Eine Million Euro nimmt das Unternehmen in die Hand, um hier ein zweigeschossiges Wohnhaus errichten zu lassen. Platz für weitere Neubauten ist vorerst nicht mehr vorhanden. „Das war die letzte freie Fläche, die wir für eine Bebauung zur Verfügung hatten“, erklärte gestern Geschäftsführer Ralph Grillitsch.

Auf einer Grundfläche von 211 Quadratmetern sollen insgesamt vier Wohneinheiten entstehen. So will man zwei Drei-Raum-Wohnungen mit jeweils 81 und 83 Quadratmetern sowie zwei Vier-Raum-Wohnungen mit einer Nutzfläche von 107 und 110 Quadratmetern am Amselweg errichten lassen.

Im Gegensatz zu den Neubauten an der August-Bebel-Straße/Ecke Heinrich-Heine-Straße setzt die Wohnungsbaugesellschaft diesmal nicht auf Beton, Stahl und Glas, sondern auf den Öko-Baustoff Holz. „An einigen Stellen der Fassade werden wir das optisch mit einer 3D-Holzverschalung verdeutlichen“, erklärte Architektin Anke Helbing-Hayder vom Ingenieurbüro IBA.

„Holz ist ein wunderbarer Baustoff“, schwärmte IBA-Geschäftsführer Jens Fischer, der auf gute Erfahrungen beim Bau der Kindertagesstätte von Vacom in Großlöbichau verwies. Auch dort habe man auf Fertigbauteile aus Holz gesetzt. „Das Klima in den Räumen wird sehr geschätzt.“

Beim Bau des Mehrfamilienhauses geht es aber nicht nur um das Raumklima. Der Einsatz von Holz als Baumaterial verkürzt die Bauzeit immens. Bereits in ein paar Wochen sollen die zehn Zentimeter starken Holzfertigteile, die von einem Unternehmen aus Österreich geliefert werden, innerhalb weniger Tage in Stadtroda zu einem kompletten Haus zusammengesetzt werden. „Wenn Ziegel, Beton und andere Baustoffe zum Einsatz kommen, muss der Rohbau erst einmal eine Weile ruhen. Hier kann man sofort mit dem Innenausbau weitermachen“, erklärte Grillitsch.

Spätestens Anfang kommenden Jahres will man die neuen Mieter in dem Objekt willkommen heißen, womöglich wird der Bau noch schneller fertig. Sorgen, dass man keine Interessenten für die Wohnungen findet, macht sich Grillitsch nicht. „Wir sind zwar noch in der Findungsphase, was die Mieten angeht, aber es wird mit Sicherheit genügend Interessenten geben.“

Stadtroda profitiert schon seit einigen Jahren von der unmittelbaren Nähe zu Jena. Wohnungen in der Rodastadt sind gefragt, die Leerstandsquote der SWG liegt im sanierten Bestand bei unter einem Prozent. „Dazu muss man sagen, dass 90 Prozent der 600 Wohnungen saniert sind“, betont Grillitsch.