A4 bei Gera muss für 25 Millionen Euro saniert werden

Gera.  Die Arbeiten auf der Autobahn zwischen Gera und Schmölln dauern noch Monate. Grund ist Betonkrebs. Es könnte nicht die letzte aufwändige Sanierung auf Ostthüringer Autobahnen sein.

Foto: Archiv / Funke-Fotoservice / Kai Kitschenberg

Noch über Monate müssen die Autofahrer auf der A4 zwischen Gera-Leumnitz und der Abfahrt Schmölln mit größeren Einschränkungen leben. Bis März muss die Fahrbahndecke in beiden Fahrtrichtungen auf jeweils knapp acht Kilometern komplett erneuert werden. Die Kosten würden sich auf rund 25 Millionen Euro belaufen, erklärt Hans-Karl Rippel vom Landesamt für Bau und Verkehr. Eine Gewährleistung sei nicht mehr möglich. Der Autobahn-Abschnitt wurde im Jahr 2004 fertiggestellt.

Arbeiten dauern noch bis März

Inzwischen ist die Fahrtrichtung Dresden erneuert. Bis Ende März folgt nun die Fahrtrichtung Erfurt. Der Grund für die beschädigte Betonfahrbahn ist eine Alkalikieselsäure-Reaktion, besser bekannt als „Beton-Krebs“. Dieser tritt auf, wenn der Beton Feuchtigkeit ausgesetzt ist und mit einem Kies hergestellt wurde, der zu viel lösliche Kieselsäuren enthält.

Die Sanierung ist dabei aufwendig: Zunächst wird die A4-Fahrbahn bis zu einer Tiefe von mehr als 30 Zentimetern aufgebrochen und ausgebaut. Danach wird eine darunterliegende Schotterschicht teilweise entfernt, der Rest verdichtet. Anschließend folgt eine neue Asphalttragschicht, bevor schließlich die neue Betondecke eingebaut wird. „Die Bauzeit ist angemessen und nicht zu lang“, schätzt Straßenbau-Experte Rippel ein.

Keine weiteren Vollsperrungen geplant

Zumindest sind für die Bauarbeiten keine weiteren Vollsperrungen mehr geplant. Der Verkehr wird jeweils mit zwei Fahrstreifen über die Gegenfahrbahn geleitet. Bisher liegen die Arbeiten im Plan. Im Winter sollen die Arbeiten dabei durchgehend fortgesetzt werden.

Die Sanierungsarbeiten auf diesem Abschnitt könnten jedoch nicht die einzige größere Beeinträchtigung für Autofahrer bleiben. Das Landesamt prüft noch bis Mitte des nächsten Jahres „mit umfangreichen und zeitaufwendigen Materialuntersuchungen“ weitere Thüringer Autobahn-Abschnitte, ob dort ebenfalls Betonkrebs die Fahrbahn derart zerstört hat, so dass eine grundhafte Sanierung nötig wird.

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