„Auch die Engel haben Flöte gespielt“

Heiligenstadt.  Die jungen Künstler von der Eichsfelder Musikschule begeisterten im Alten Rathaus in Heiligenstadt beim Adventskonzert.

Die achtjährige Anna-Sofie Szmanda aus Heiligenstadt war die jüngste Musikerin beim Adventkonzert der Eichsfelder Musikschule im Alten Rathaus. Ihre Flötendarbietungen wurden begleitet von Klavierlehrerin Galina Kamens.

Die achtjährige Anna-Sofie Szmanda aus Heiligenstadt war die jüngste Musikerin beim Adventkonzert der Eichsfelder Musikschule im Alten Rathaus. Ihre Flötendarbietungen wurden begleitet von Klavierlehrerin Galina Kamens.

Foto: Chritine Bose

Anna-Sofie Szmanda aus Heiligenstadt war die jüngste, am Programm beteiligte Schülerin der Eichsfelder Musikschule. Die Achtjährige wird im Fach Blockflöte ausgebildet. Zum Adventkonzert „Sind die Lichter angezündet“ am Kulturfreitag im Alten Rathaus begeisterte sie mit ihren Darbietungen. Musiklehrerin Katrin Dörnbach, die durch den Abend führte, begründete, weshalb gleich mehrere Flöten-Beiträge für diesen festlichen Abend als Auftakt der Advent- und Weihnachtszeit ausgewählt wurden: „Auch die Engel haben Flöte gespielt.“

Mit Blick auf jugendliche Beteiligte äußerte sie, wie froh sie sei, dass ehemals kleine Kinder, die vor Jahren mit den ersten musikalischen Schritten begonnen haben, inzwischen als Jugendliche immer noch gern musizieren und ihrer Schule weiterhin die Treue halten.

Jana Bauer, Leiterin der Stadtbibliothek, hob die gute und inzwischen langjährige Tradition des Zusammengehens mit der Musikschule hervor, auch als besonderen Auftakt für die Zeit im Advent. Mitwirkende waren außer Anna die Musikschüler Pierre und Pascal Weinrich (Akkordeon), Luisa Kühn (Klavier), Vanessa Kobold (Blockflöte und Gitarre), Lina Weinreich (Blockflöte und Gitarre) Leo Janczek (Geige), David Werner (Bassakkordeon) mit ihren Musikpädagogen Katrin Dörnbach, Galina Kamens und Miklos Veres. Dank der vielfältigen Auswahl konnten alle Besucher für sich ihren Favoriten entdecken. Dazu gehörten Johann Sebastian Bachs „Jesus bleibet meine Freude“, ein Ausflug ins Winterwunderland, „Kommet ihr Hirten“ und das aus dem Eichsfeld stammende Lied „Maria durch ein Dornwald ging“. Beim Genre Filmmusik wurde deutlich: Mittlerweile gehören Melodien aus dem 1973 entstandenen Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zu den letzten Wochen eines jeden Jahres.

Mit eigenen Prosatexten und Gedichten sorgte die Heiligenstädterin Margret Jaschke für nachdenkliche Stimmung, für humorvolle Augenblicke, für verständnisvolles Nicken. Ihre Liebeserklärung galt einer Kerze, deren warmen Schein kein Neonlicht zu ersetzen vermag und die sogar bei Stromausfall leuchtet – vorausgesetzt, die zum Anzünden unerlässlichen Streichhölzer sind vorhanden.

Erinnerungen an die eigene Kindheit hatte sie mitgebracht und jede Menge Tipps für das Einpacken der Weihnachtsgeschenke. Bei diesen Überlegungen wurde sie von Ehemann Andreas unterstützt. Ihre Gedanken darüber, wie die Tage bis zum Heiligen Abend in Stress und Hektik ausarten können, richteten sich an den weiblichen Teil des zahlreichen Publikums: Plätzchen backen, die Wohnung putzen und dabei die Fenster nicht vergessen. Deshalb lieber zwischendurch innehalten, für eine kleine Atempause.

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