Ein Hauch von Picasso

Bad Tabarz.  Die Galerie Grahn in Bad Tabarz stellt jetzt Plastiken von Petra Arndt und Druckgrafiken von A. R. Penck aus.

Volker Grahn hält eine Keramik-Plastik von Petra Arndt mit dem Titel „Picasso, wo bist du“. Ihre Arbeiten korrespondieren in der Galerie mit Druckgrafiken von A. R. Penck.

Volker Grahn hält eine Keramik-Plastik von Petra Arndt mit dem Titel „Picasso, wo bist du“. Ihre Arbeiten korrespondieren in der Galerie mit Druckgrafiken von A. R. Penck.

Foto: Wieland Fischer

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Volker Grahn weiß schon, wie er am Sonntag, 1. Dezember, die neue Ausstellung in seinen Räumen in Bad Tabarz eröffnen wird. „Ein Hauch von Picasso durchzieht die Galerie“, will er zur Vernissage sagen.

Die Anregung dazu gibt ihm eine Plastik von Petra Arndt. „Picasso, wo bist du“ hat sie den Tonkopf einer Frau genannt. Mutig nennt das Grahn – nicht nur weil die Autodidaktin aus Volkenroda den künstlerischen Übervater des 20. Jahrhunderts nennt, sondern auch wegen der Machart. Es handle sich um exzellente Arbeiten, mit eigener Handschrift.

Die Plastiken von Petra Arndt korrespondieren mit Bildern eines Großen der deutschen Avantgarde, mit Druckgrafiken von A. R. Penck (1939 bis 2017). Manche davon hat der 77-jährige Galerist Grahn schon lange in seinem Bestand. Grahn verweist auf ein Bild „Ohne Titel“. Mitte der 1980er-Jahre habe er das Bild bei einer Spenden-Auktion in der Friedenskirche Jena erstanden. Der Erlös sei zur Unterstützung der Sandinisten in Nicaragua bestimmt gewesen, erinnert sich Grahn gut. Ihm sei es um das Werk des Außenseiters der zu DDR-Seiten staatlich gelenkten Kunstszene gegangen. Denn Malerei des Meisters der Strichmännchen, bürgerlich Ralf Winkler, seien schwer zu erwerben gewesen. Penck, der 1980 ausgebürgert wurde, stellte dann unter anderem auf der Documenta in Kassel oder zur Biennale in Venedig aus.

Während Grahn die eine oder andere Penck-Grafik schon mal gezeigt hat, stellt er Plastiken von Petra Arndt (Jahrgang 1958) zum ersten Mal in seiner Galerie aus. Wie Penck sei sie Autodidaktin, zieht Grahn eine Verbindung zum Altmeister. Er sei durch eine Arndt-Ausstellung im Augustinerkloster Gotha auf sie aufmerksam geworden. „Ihre Tonarbeiten verströmen Grazie, Anmut und kraftvolles Durchsetzungsvermögen.“

Druckgrafik A. R. Penck / Petra Arndt in der Galerie Grahn Bad, Tabarz, Heinrich-Hoffmann-Str. 6a, 1. Dezember bis Ende März 2020, Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr; Ausstellungseröffnung: Sonntag, 1. Dezember, 16 Uhr

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