Künstlerinnen aus dem Saale-Orla-Kreis auf Schau in Schrobenhausen

Schönert und Schlupeck bei "Kunst & mehr": Wer nicht über die heimischen Adventsmärkte schlendern, sondern mit seinem Auto verreisen will, dem ist im Partnerlandkreis eine Ausstellung zu empfehlen, an der sich zwei Künstlerinnen aus dem Saale-Orla-Kreis beteiligen.

Die Alsmannsdorfer Künstlerin Annekatrin Schönert (links) unterhält sich am Freitagabend nach dem Aufbau ihrer Ausstellung im bayerischen Partnerlandkreis mit Museumsleiterin Claudia Freitag-Meir. Im Hintergrund ist das Europäische Spargelmuseum in Schrobenhausen zu sehen. Foto: Christian Tamm/Donaukurier

Die Alsmannsdorfer Künstlerin Annekatrin Schönert (links) unterhält sich am Freitagabend nach dem Aufbau ihrer Ausstellung im bayerischen Partnerlandkreis mit Museumsleiterin Claudia Freitag-Meir. Im Hintergrund ist das Europäische Spargelmuseum in Schrobenhausen zu sehen. Foto: Christian Tamm/Donaukurier

Foto: zgt

Schleiz/Schrobenhausen. Im Museum im Pflegschloss von Schrobenhausen haben gestern Abend zwei Ausstellungen eröffnet. Bei der großen Werkschau "Kunst & mehr" sind mit Annekatrin Schönert aus Alsmannsdorf und Ilona Schlupeck aus Tegau auch zwei Künstlerinnen aus dem Saale-Orla-Kreis vertreten. "Abgesehen von einem ­Raku-Workshop in Coburg ist das meine erste Ausstellung in Bayern", erklärte Annekatrin Schönert, die ursprünglich aus Chemnitz kommt und seit 1997 freiberuflich tätig ist.

Im Jahr 2011 beteiligte sie sich mit der Leipziger Künstlergruppe "Terra Rossa" am Kunstworkshop "Spielraum 120 - Kunst trifft Industrie" anlässlich des 120-jährigen Bestehens des Porzellanproduktionsstand­ortes Triptis. Anschließend war sie bis 2013 als freie Projektmitarbeiterin in der Neuen Porzellanfabrik Triptis tätig und fand Gefallen an der Region, sodass sie mit ihrem Atelier namens "antonn" in den Dreitzscher Ortsteil Alsmannsdorf umzog. Dort lädt sie am 6. und 7. Dezember von 10 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

Ihr Markenzeichen sei das so genannte Porzellangold, verrät sie. Kleine Bereiche der Werke erstrahlen so in silberfarbenen Glanz. Die weiße Glasur sym­bolisiert das Porzellan, der ­­un­behandelte Ton den Ziegel. "Mit"einer Radiernadel ritze ­ichFormen ein", erklärt sie.

Im bayerischen Partnerlandkreis Neuburg-Schrobenhausen werden die Ausstellungsbesucher nicht nur Gebrauchskeramik sehen. Aufgebaut hat Annekatrin Schönert auch Schmuck, Platten, Kleinplastiken und Leuchtobjekte, die durch indirektes Licht ihre Wirkung erlangen.

Ilona Schlupeck, Holzdesignerin aus Tegau, war dieser Tage ebenfalls voller Vorfreude auf neugierige Besucher in Schrobenhausen. Sie hat große und kleine Formate für die Kunstausstellung ausgesucht. Das größte Relief misst 1,20 auf 1,20 Meter, das kleinste 40 auf 40 Zentimeter. "Durch das Aufeinandertreffen verschiedener Oberflächen entsteht der Eindruck plastischer Malerei", erklärte die Künstlerin dieser Tage dem Donaukurier.

Ihre Arbeiten entstehen im eigenen Holz-Art-Studio; seit 1984 ist die Thüringerin freiberufliche Holzgestalterin, gehört dem Bundesverband bildender Künstler an. Über die Komposition ihrer Arbeiten macht sich die 57-Jährige viele Gedanken, horcht ins Holz und lässt sich von Wuchs und Maserung inspirieren.

Bei "Kunst & mehr" stellen neben den beiden Frauen aus dem Saale-Orla-Kreis auch folgende Künstler aus: Rudolf Ackermann aus Eichstätt zeigt Holzschnitte, Antoniette Fraedrich aus Ingolstadt moderne Kalligraphie, Dagmar Hummel, aus Ingolstadt Malerei, Collage und Objekte sowie Franz Rindfleisch aus Eichstätt plastische Arbeiten. Christl Schmid aus Schrobenhausen stellt Florales vor, Brigitte Schuster aus Schrobenhausen präsentiert Gefäßobjekte aus Glas.

Die Ausstellung "Kunst & mehr" ist noch bis zum 25. Januar 2015 zu sehen.

@ Weitere Informationen im Internet unter www.schrobenhausen.de

Zu den Kommentaren