Internationale Tagung zu Reformarchitekten Heinrich Tessenow in Pößneck

Pößneck  „Pößnecker Impuls“ wird wiederentdeckt

Blick in die Schauwohnung im Tessenow-Haus in der Neustädter Straße 101 in Pößneck.

Blick in die Schauwohnung im Tessenow-Haus in der Neustädter Straße 101 in Pößneck.

Foto: Marius Koity

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Dem deutschen Reformarchitekten Heinrich Tessenow (1876-1950), dessen umfassendstes baukulturelles Erbe in Pößeck zu finden ist, wird am 1. Juli eine internationale Fachtagung in Pößneck gewidmet. Unter dem Motto „Undogmatisch modern“ soll der „Pößnecker Impuls zum Wohnungs- und Städtebau“ wiederentdeckt werden. Veranstalter sind die Heinrich-Tessenow-Gesellschaft Hamburg, das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Weimar und die Stadt Pößneck.

Unter den Fachleuten sind interessierte Einheimische gern gesehen. Die ganztägige Ver­anstaltung findet hauptsächlich im Bilke-Saal statt und beginnt am 1. Juli um 9 Uhr.

Tessenows Arbeit habe in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zentral im Fokus deutscher Architekturdebatten mit internationaler Ausstrahlung gestanden, heißt es in der Tagungs­einladung. Für Tessenow hätten soziale Fragen im Zentrum des Bauens gestanden. Eine bloße Inszenierung von Architekturformen habe er abgelehnt, der Bezug zu Tradition und Handwerk sei ihm wichtig gewesen.

Wissenschaftler aus drei Nationen

Einen lokalen Bezug hat beispielsweise gleich der erste Vortrag der Tagung. So wird Landeskonservator Holger Reinhardt am 1. Juli um 9 Uhr über „Die Wiederentdeckung des Wirkens von Heinrich Tessenow in Pößneck für das baukulturelle Erbe in Thüringen“ sprechen. Am Vormittag werden unter anderem auch die Pro­fessoren Gerald Adler von der britischen University of Kent und Martin Boesch von der ­Accademia di Architettura Men­drisio aus der italienischen Schweiz referieren. Nach der Mittagspause wird der Architekt und Dombaumeister Jürgen Padberg auf Schüler Tessenows eingehen – einer davon war der berühmt-berüchtigte Albert Speer. Kuratorenführungen durch die Tessenow-Ausstellung und -Wohnung im Stadt­museum beziehungsweise in der Neustädter Straße 101 runden die Veranstaltung ab. Diese ist fachlich so hochkarätig, dass sie von der Architektenkammer Thüringen als Fortbildung anerkannt wird.

Interessierte können sich bis 26. Juni im Sekretariat des Fachbereiches Kultur der Stadt Pößneck per E-Mail an kultur@poessneck.de oder unter Telefon 03647/50 03 03 anmelden

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