Bücherbaum in Hörschel

Hörschel  Er steht auf dem Spielplatz und ist eine Idee des Fördervereins der Stadtbibliothek.

Tischler Rainer Bopp, Bibliothekschefin Annette Brunner und Ortsteilbürgermeisterin Gisela Bücher freuen sich über den „Bücherbaum“.

Foto: Peter Rossbach

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Es gab viel Glitzer und jede Menge Seifenblasen: Große und kleine Leseratten nahmen gestern den ersten „Bücherbaum“ in Eisenach in Beschlag. Er ist auf dem Spielplatz in Hörschel zu finden. „Eu-Linde“ heißt er, auch wenn es sich eigentlich in diesem Falle um eine Birke handelt. Aber „Eu-Linde“ werden auch die kommenden „Bücherbäume“ heißen, weil die gezeichnete Eule auf allen prangen wird.

Vor rund zwei Jahren kam im Förderverein der Stadtbibliothek die Idee auf, warum nicht die schon im Stadtgebiet bekannten Bücherkisten oder -schränke nicht auch auf Spielplätzen unterzubringen. „Aber auf einem Spielplatz muss es dann schon was Besonderes sein“, sagt Fördervereinsmitglied Gisela Büchner. Und da kam die Überlegung, eben einen Bücherbaum zu gestalten.

Mit Rainer Bopp aus Hötzelsroda war dann bald ein Tischler gefunden, der sich der Sache annahm. „Im Herbst 2017 war bei einem Sturm eine Birke auf unserer Scheune gelandet“, erinnert er sich. Und ein großes Stück des wohl so 70 Jahre alten Gewächses bot sich nun als erster „Bücherbaum“ an.

Mit Kettensäge und Spezialgerät wie einem gebogenen Beil arbeitete Bopp den Platz für den Einbau eines Bücherregals aus dem Stammstück. Dort passen nun 60 bis 70 Bücher hinein, geschützt durch eine Glastür vor Wind und Wetter.

Die Kosten von rund 1000 Euro kamen durch Spender wie etwa Michael Klostermann, aber auch Eigenmittel des Fördervereins der Stadtbibliothek und dann auch der Sparkasse zusammen. Und da nun in jedem Jahr zwei solcher „Bücherbäume“ (jeweils einer in einem Ortsteil und einer in der Kernstadt) auf Spielplätzen aufgebaut werden sollen, sind weitere Spenden an den Förderverein auch für diesen natürlich gern gesehen, sagt Vereinschefin Stefanie Krauß

Die ersten Bücher, die dort zu finden sind, stellte die Bibliothek aus ihrem Bestand. Nun können die Nutzer dort Bücher entnehmen, aber eben auch gern eigene Werke hineinstellen. Ortsteilbürgermeisterin Gisela Büchner will auch ein wenig ein Auge auf den „Bücherbaum“ haben. Es ist Literatur für groß und klein in der Birke enthalten.

Im Herbst soll dann der nächste „Bücherbaum“ fertig sein, diesmal auf dem Spielplatz in der Eisenacher Heinrichstraße, wobei jeder „Bücherbaum“ anders aussehen wird. In der Heinrichstraße wird rund um einen Baum gebaut, immer abwechselnd Regal und Sitzbank. Und natürlich mit Eule.

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