Fulldome-Festival in Jena: Preise für die besten 360-Grad-Filme

Jena  Großes Finale beim Fulldome-Festival im Planetarium: Preise gingen an die besten 360-Grad-Filmemacher aus aller Welt.

Der Höhepunkt des Festivals war die Gala-Veranstaltung am Samstag: Als Max Crow aus England (rechts) seinen „Janus Awards“ erhielt, liefen in der Kuppel Ausschnitte aus dem geehrten Film.

Der Höhepunkt des Festivals war die Gala-Veranstaltung am Samstag: Als Max Crow aus England (rechts) seinen „Janus Awards“ erhielt, liefen in der Kuppel Ausschnitte aus dem geehrten Film.

Foto: Th. Beier

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Was in Cannes die Goldene Palme ist, ist im Jenaer Planetarium der Janus-Award! Die Trophäe, die mindestens so schön glänzt wie andere internationale Filmpreise, wurde am Sonnabend mehrfach übergeben. Das Jenaer Fulldome-Festival gibt es seit 2006 jährlich und gilt als das älteste Festival für internationale 360°-Kuppel-Projektionsfilme (Fulldome). Und es ist eine höchst internationale Veranstaltung, wie die Herkunft der Teilnehmer von vier Kontinenten zeigte.

Max Crow nahm am Sonnabend einen der Preise entgegen. Der 45-Minuten-Film „Capcom Go! The Apollo Story“ lief in der Kategorie „Feature Show“. „Capcom Go!“ befasst sich mit dem Wettlauf der USA und der ehemaligen Sowjetunion um den Flug zum Mond. Die Bilder einer startenden Saturn-Rakete oder die spektakulären Mondaufnahmen verlangen geradezu nach einem 360-Grad-Modus. In dem Film werden die Zuschauer Zeuge, welch immenser Aufwand betrieben wurde, um vor 50 Jahren Menschen zum Mond zu bringen. Weil die damals gemachten Bilder die Grundlage für den Full-dome-Film waren, sagte Max Crow mit einem Augenzwinkern: „Unser Film hat 23 Milliarden Dollar gekostet!“ Das waren die Gesamtkosten des Apollo-Programms.

Max Crow war wegen des Festivals das erste Mal in Deutschland. Die Stadt Jena gefiel ihm außerordentlich. „Hier ist alles so dicht beisammen“, sagt er. Nächstes Jahr will er wiederkommen und die Familie mitbringen.

„Dieses Festival ist tatsächlich ein Sammelbecken für 360°-Kuppel-Filmemacher geworden“, sagt Micky Remann vom Festival-Team. Wenn nicht in Jena, wo dann eine neue Produktion zeigen, heiße es mittlerweile. Dabei sei das Festival längst nicht mehr nur eine Fachveranstaltung. Ausverkaufte Abende zeigten, dass Fulldome-Shows mittlerweile eine breite Jenaer Szene ansprechen.

Professor Remann zum Stand der Technik: „Die Entwicklungen sind dramatisch. Und dennoch stehen wir erst am Anfang!“

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