Pößnecker Autor Marko Kruppe stellt neues Buch vor

Pößneck  Der Pößnecker Autor Marko Kruppe hat von seinen Erlebnissen einer Reise nach Georgien – vor sieben Monaten – ein Buch verfasst. Am Sonnabend wird es in Pößneck bei einer Lesung druckfrisch präsentiert.

Autor Marko Kruppe in einer Bar in Tiflis. Das Tagebuch seiner Reise nach Georgien wird am 25. Juli als Buch präsentiert. Foto: Elisabeth Oertel

Autor Marko Kruppe in einer Bar in Tiflis. Das Tagebuch seiner Reise nach Georgien wird am 25. Juli als Buch präsentiert. Foto: Elisabeth Oertel

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Marko Kruppe ist einer, der jeden Tag schreibt. ­Tagebuch, Gedichte, Kurzgeschichten, Blogs, Reiseberichte, Rezensionen. Auch, was er bei seiner Arbeit als Hausmeister in einer Jugendbildungsstätte erlebt, kann man online von ihm lesen; es ist höchst unterhaltsam und macht Lust auf mehr.

Dass das erste eigene Buch des 36-Jährigen ein Tagebuch einer Reise werden würde, war nicht geplant.Eigentlich brodelt in ihm ein Episodenroman mit dem Titel „Geschichten vom Kaff der guten Hoffnungen“, der dann wohl nächstes Jahr erscheint. Oft sitzt er in einem Pößnecker Café und schreibt genau diese Geschichten, teils autobiografisch, teils gesellschaftskritisch und immer mit Humor, auch wenn dieser manchmal etwas bissig rüber kommt.

Aber die langen Nächte in Tiflis konnten nicht so lange reifen. Die hat er intensiv erlebt, gemeinsam mit einer thüringisch-internationalen Künstlergruppe, von Ende Dezember bis Mitte Januar 2015. „Das Buch ist mir passiert“, sagt der Pößnecker, der in Tiflis an beinahe jedem möglichen Ort das Manuskript per Hand in ein Notizbuch schrieb. Er berichtet von den ersten Flügen in seinem Leben ebenso wie von den besonders langen, kreativen, inspirierenden, philosophischen, hochintellektuellen Gesprächsabenden mit den Künstlern. Zudem reflektiert er gesellschaftliche und analysiert gruppendynamische Prozesse, legt hin und wieder humoresk diverse Situationen und Begebenheiten dar.

Auszüge aus „Lange Nächte in Tiflis“ sind am Sonnabend zur Buchpräsentation ab 20 Uhr zu hören. Sie findet innerhalb der Lesetour mit dem Titel „Sex & Drugs & LiteraTour“ im Objekt des Pößnecker Alternativen Freiraums (PAF), Ernst-Thälmann-Straße 35, statt.

Der zweite Mann auf der Bühne ist Benjamin Schmidt, ein Wahlberliner, der aus Krölpa stammt. Schmidt, der nach einem tragischen Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist, veröffentlichte bereits zwei Gedichtbände und einen Roman mit dem ­Titel „Gegenüber von Glücklich“. Derzeit schreibt er an zwei weiteren Romanen, darunter ein autobiografischer.

„Die Leute werden lachen können am Sonnabend“, ist sich Marko Kruppe, Künstlername M. Kruppe, sicher. Fünf Mal ­lasen die beiden Autoren bereits gemeinsam in verschiedenen Berliner Clubs. „Wir haben es genossen, viele Menschen begeistert, schockiert, zum Nachdenken gebracht und unterhalten zu haben“. So soll es auch im heimischen Pößneck sein.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren