Pößnecker Schriftsteller liest für die Deutschen in Schottland

Pößneck  Der rauhen Landschaft und seinen Menschen mit weichem Kern will Marko Kruppe ein Roman widmen

Schriftsteller Marko Kruppe. Archivfoto: Lucien Streit

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Der Pößnecker Schriftsteller Marko Kruppe ist Anfang Mai aus zweierlei Gründen in Schottland unterwegs.

So wird er am 4. Mai in Glasgow, der größten schottischen Stadt, seinen unlängst erschienenen Gedichtband „Und in mir Weizenfelder“ vorstellen. „In Glasgow gibt es eine recht große deutsche Gemeinschaft, außerdem rechne ich mit Germanistik-Studenten von der dortigen Universität“, so der Pößnecker.

Der größte Teil seines ­ein­wöchigen Schottland-Aufenthaltes werde allerdings den ­Recherchen für seinen ersten Roman dienen. So will Kruppe in Kneipen eines Armenviertels in Glasgow mit Orts­ansässigen ins Gespräch kommen, um beispielsweise mehr über deren (Über-)Lebens­bedingungen zu erfahren. Außerdem werde er Vertreter der Unabhängigkeits­bewegung treffen und eine entsprechende Großdemonstration beobachten. Kruppe: „Ich sammele erst einmal Informationen und Eindrücke – wo mich das hinführt, werden wir sehen.“

Aber wie kommt ein Pößnecker auf einen Schottland-Roman? „Es war ein Geschenk, im wahrsten Sinne des Wortes“, erzählt der 40-Jährige. Vor einiger Zeit zu Weihnachten habe er in der Familie großzügigerweise eine Schottlandreise spendiert bekommen. Die Erfahrungen und Erlebnisse in diesem Teil von Großbritannien seien dann so inspirierend gewesen, dass er sich über die raue Landschaft und seine Menschen mit weichem Kern ein längeres Stück Literatur vorgenommen habe. Im ersten seiner bislang vier Bücher, „Lange Nächte in Tiflis“, 2015 im Adakia Verlag Gera erschienen, hatte Kruppe eine Reise durch Georgien tagebuchartig reflektiert.

Vor seiner Schottlandreise, am 28. April, gastiert Kruppe mit seinem Programm „Kinski trifft Nietzsche“ im Café Refektorium in Neustadt. Der Vorleseabend am Samstag nächster Woche wird 19.30 Uhr beginnen.

Mehr über den Schriftsteller unter www.mkruppe.de

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