Marc Jung feiert mit Clueso in Erfurt furiose Finissage

Erfurt.  Mit einem Konzert von Clueso, einem druckfrischen Katalog und reichlich Publikum endete die Ausstellung von Marc Jung in der Kunsthalle Erfurt.

Hat gut Lachen: Die Finissage der Ausstellung des Erfurter Künstlers Marc Jung (vorn) in der Erfurter Kunsthalle wurde am Samstag zur Party. Clueso und Tim Neuhaus sorgten für die musikalische Begleitung, später legten DJs zum Tanz auf.

Hat gut Lachen: Die Finissage der Ausstellung des Erfurter Künstlers Marc Jung (vorn) in der Erfurter Kunsthalle wurde am Samstag zur Party. Clueso und Tim Neuhaus sorgten für die musikalische Begleitung, später legten DJs zum Tanz auf.

Foto: Frank Karmeyer

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Die „Aggroschaft“-Ausstellung von Marc Jung und seinen Künstlerfreunden endete in der Kunsthalle am Fischmarkt am Wochenende wie sie vor zweieinhalb Monaten begonnen hatte: Mit einer furiosen Party, lauter Musik und rappelvollem Haus. Diesmal gab sich Marc Jungs Freund und Zughafen-Kollege Clueso die Ehre: Der Erfurter Sänger gab nicht nur den Moderator des Künstlergesprächs zur Finissage, sondern ein gutes Dutzend seiner Titel zum Besten. Begleitet wurde er von Tim Neuhaus an zweiter Gitarre und Schlagzeug. Von „Chicago“ über „Zusammen“ bis „Cello“ gab es spezielle Versionen zu hören.

Wohl niemand hat auch daher bis zum Abschlussabend, bei dem auf diese Weise die Besucher zu einem kostenlosen Konzerterlebnis kamen, Till Lindemann als den vermeintlichen Star der Ausstellung vermisst. Um es vorweg zu nehmen: Der Rammstein-Frontmann war nicht da, hatte auch während der Ausstellungsmonate keine Zeit für einen Erfurt-Besuch gefunden.

Clueso bei Finissage von Marc Jung
Clueso bei Finissage von Marc Jung

Zu seinen bunt-schrillen Werken hatte sich Marc Jung als Kurator seiner eigenen Ausstellung weitere Künstler seiner „Gang“ geladen: Mit Benedikt Braun und Ulrike Theusner zwei Absolventen der Bauhaus-Universität Weimar, außerdem den Maler Moritz Schleime und schließlich den Musiker und Rammstein-Frontmann Till Lindemann. „Ich hätte mich sehr gefreut, wenn er die Gelegenheit für einen Besuch genutzt hätte.“

Wenigstens den Katalog werde er ihm bei dessen Solotour in die Hand drücken, verriet Marc Jung am Rande der Ausstellung. Der Katalog war rechtzeitig zur Finissage druckfrisch zu haben – für 20 Euro gibt es ihn an der Kasse der Kunsthalle auch dann noch, wenn die Werke der Ausstellung wieder in Kisten verpackt sind.

Jung, sichtlich berührt und begeistert über das große Echo auf seine erste große Erfurt-Ausstellung, wird als nächstes in Wien im März eine Solo-Ausstellung bestreiten, bereits im kommenden Monat außerdem bei der Art Karlsruhe vertreten sein mit dem großformatigen Bild „Heimatschutzministerium“. Ein paar Sachen, was „cool“ sei, so Jung, seien aber auch verkauft, anderes wandere zurück ins Atelier.

Das alte Zughafen-Netzwerk funktioniert, freut sich Jung. Zuletzt hatte der Filmemacher Dennis Schmelz noch ein Video von der Aggroschaft-Ausstellung produziert, nun gab sich auch Clueso die Ehre, auch wenn er nicht mehr Teil des Kreativbahnhofs ist. „Es ist toll, wie sich alles zusammenfindet und kreativ in Erfurt zusammengearbeitet wird – es fügt sich eins zum anderen“, freut sich Jung. „Die Ausstellung in der Kunsthalle war für mich ein Traum, den ich nicht zu träumen gewagt hätte.“

Thema der nächsten Ausstellung in der Erfurter Kunsthalle werden Autounfälle sein, wie Kai Uwe Schierz, Direktor der Erfurter Kunstmuseen, ankündigt: Der Schweizer Verkehrspolizist und Fotograf Arnold Odermatt, Jahrgang 1925, hat den Nidwaldner Polizeialltag in Fotos festgehalten und Karambolagen vor dem Hintergrund der Schweizer Naturschönheiten abgelichtet.

Finissage von Marc Jung in Erfurter Kunsthalle

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