Am Anfang war die Hymne für Apolda: SascH aus Weimar ist OTZ-Künstler der Woche

Tobias Marx
| Lesedauer: 4 Minuten
Künstler der Woche: SascH aus Weimar. Grafik: Sascha Köhler

Künstler der Woche: SascH aus Weimar. Grafik: Sascha Köhler

Foto: zgt

Weimar  Aus einer Hymne für Apolda entwickelt sich ein cooles Projekt, eine musikalische Freundschaft, und zum Schluss hat Künstler der Woche SascH aus Weimar auch etwas Ehrliches anzubieten: Gitarrenmusik und Begeisterung.

Im Café von Joeys erzählt SascH bei einem entspannten Kaffee von der wunderbaren Unterstützung bei der Produktion seines Albums und wann man ihn wieder live sehen wird.

Eine Hymne für Apolda

Etwas Frisches, Junges, Poppiges – das hatte SascH dem Bürgermeister von Apolda angeboten und dieser nahm an: Eine Hymne für Apolda zur Landesgartenschau 2017, produziert von Arne Lakenmacher in Zusammenarbeit mit Gitarristin Lady Catman in Weimar. Bei den Handballern in Apolda läuft der Song bereits regelmäßig, veröffentlicht wird er dann 2016. Daraufhin bot Arne Anfang 2015 – Wortlaut: „Du hast Talent und eine gute Stimme“ – SascH einen Produzentenvertrag an. Seitdem ist SascH jede freie Minute im Studio und nimmt Songs auf: Gitarrenmusik mit deutschen ehrlichen Texten, auch mal eingängig. Daraufhin ließ auch das erste Endorsement-Angebot nicht lang auf sich warten.

Die Band, in der SascH einst spielte, ging irgendwann in Freundschaft auseinander und inzwischen findet er, hat er allein mehr auf die Beine gestellt, als es das damalige vierköpfige Team vermochte. Der Schlagzeuger Nils Möller allerdings würde gern wieder mit SascH auf die Bühne gehen und hat als Mediengestalter auch sein letztes Video mit dem Titel „Kapitel 2“ in der alten Strickerei in Apolda gedreht und später geschnitten – auch das soll Anfang 2016 veröffentlicht werden.

Das Klima stimmt

Es gibt keinen Druck von außen und das Projekt bleibt entspannt. SascH schreibt die Songs und macht sie im Studio schön – und wenn es ihm nicht gefällt, macht er es halt noch einmal. An Ideen mangelt es ihm jedenfalls nicht. Seine Songideen – Grundgerüste und Texte – werden von Cat kommentiert und nach Gitarristenart bearbeitet und es wird auch ehrlich gesagt, wenn etwas nicht gefällt. „Das ist wie eine kleine Familie und wir sind auch echt Freunde geworden“, sagt SascH. Arne und Cat nehmen sich Zeit, weil sie an SascH glauben und weil ihnen das Projekt Spaß macht. Das Klima stimmt jedenfalls. Naja, und verkauft werden soll das Album am Ende ja auch.

Ein cooles Projekt

Beim Songwriting ist ihm wichtig, dass die Songs auch live umgesetzt werden können – das Album wird also nicht viel anders klingen als der Live-Act. In den Texten drapiert sich SascH gern selbst, wie er sagt: Gefühle ausdrücken und einfach auch mal klare Worte sagen. Seine Erlebniswelt steht im Mittelpunkt, beispielsweise die Auflösung der Band oder das Ende einer Beziehung. Wenn er so von den Aufnahmen und seinen Plänen redet, merkt man ihm jedenfalls eine ungeheure Begeisterung an. Der Familienmensch Sascha – er hat zwei Kinder – will sich jedenfalls vom Projekt SascH abheben, das sich verkaufen wird und das zu einer Band wachsen wird. Es kann eigentlich nur cool werden, das ist seine Einstellung, auch wenn er zugibt, dass er nicht mehr wie früher vielleicht Rockstar werden will.

Man muss etwas anbieten können

Wann SascH live zu sehen sein wird, steht noch nicht fest, denn er will dem Publikum zur guten Show auch noch einen Tonträger anbieten können. Kann man das nicht, gerät man wieder in Vergessenheit, denn der Markt ist so voll, so SascH. Neun Songs sind bereits fertig, aber eine Gesamtlaufzeit von fünfzig Minuten oder mehr haben die drei ins Auge gefasst. Veröffentlicht wird, wenn es fertig ist; ein Release-Datum hat sich SascH nicht gesetzt. Es ist ihm wichtiger, dass er irgendwann zufrieden ist und hundertprozentig dahinter stehen kann. Wenn es soweit ist, will er sich auf die Suche nach einer Plattenfirma machen.

Der letzte Auftritt ist jedenfalls schon über ein Jahr her und es juckt SascH schon in den Fingern und er freut sich bereits auf die Bühne. Die Frage nach der Vision beantwortet SascH geerdet: Eine Supporttour spielen, zum Beispiel für Jennifer Rostock, das wünscht er sich.

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