Beifallsstürme für großartige Zukunftsmusik im Schützenhaus in Pößneck

Pößneck  Musikschüler aus dem Saale-Orla-Kreis und dem Kreis Saalfeld Rudolstadt musizierten mit den Thüringer Symphonikern im Schützenhaus

Ein grandioses Konzert unter dem Titel „Zukunftsmusik“ boten Schüler der Musikschulen aus dem Saale-Orla-Kreis und dem Kreis Saalfeld-Rudolstadt gemeinsam mit Profis der Thüringer ­Symphoniker und dem Chor des Fridericianums Rudolstadt. Sie erntete stehende Ovationen. Foto:

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Stehende Ovationen gab es am Samstagabend für die Protagonisten der nunmehr 17. Auflage der Zukunftsmusik. Einzig die nur mäßig gefüllten Zuschauerreihen im Schützenhaus enttäuschten an einem ansonsten wundervollen Abend.

„Ich bin das erste Mal bei dieser Veranstaltung und finde erstaunlich, was die jungen Leute hier leisten. Sie haben auf der Bühne bestimmt unglaubliches Herzklopfen. Ich hätte in diesem Alter nicht vor so vielen Leuten auftreten können“, würdigte Besucher Peter Häußler die Leistungen des musikalischen Nachwuchses. Marina Möller stimmte zu: „Da gehört jede Menge Mut dazu“.

Wie immer traten bei der Zukunftsmusik Musikschüler aus dem Saale-Orla-Kreis und dem Kreis Saalfeld-Rudolstadt gemeinsam mit den erfahrenen Profis der Thüringer Symphoniker unter Leitung von Chefdirigent Oliver Weder auf. Dieser gratulierte den Pößneckern zu Beginn der Veranstaltung, die von den Kreissparkassen Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt gefördert wurde, zu einem „wunderbaren Konzertsaal“ und war schon ganz neugierig darauf, welches akustische Klangerlebnis das Schützenhaus zu bieten hat. Am Ende waren er und die zuhörenden Besucher sich einig: Das Schützenhaus eignet sich bestens für klassische Musik und Sinfoniekonzerte sollten fortan regelmäßig ins Programm aufgenommen werden.

Zu diesem Fazit trugen entscheidend die jungen Musikschüler bei, die sich im ersten Teil des Konzerts als Solisten auf die große Bühne wagten. Den Auftakt machte der siebenjährige Enzo Weidig aus Saalfeld, der auf der Blockflöte die Vogelfänger-Arie aus „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart darbot. Als Solistinnen aus dem Saale-Orla-Kreis traten die Pößnecker Schülerinnen Jette Witt und Julia Koppold sowie die Schleizerin Sophia Pohl auf. Die 13-jährige Jette Witt, die später einmal Musiklehrerin werden möchte, spielte auf der Violine den 3. Satz aus dem Violinkonzert G-Dur von Friedrich Seitz. Julia Koppold, 15 Jahre jung, musiziert ebenfalls mit der Violine und trat mit dem 2. Satz aus Joseph Haydns Violinkonzert C-Dur auf. Die 14-jährige Sophia Pohl wiederum zeigte mit dem 1. Satz aus Mozarts Klavierkonzert C-Dur KV 246 ihr Können. Weitere Solisten waren Peter Plewnia (Horn), Eric Hopfmann (Trompete), Lena Engelhardt (Gesang), Mathilda Helene Bauer (Violine), Jonas Schmidt (Trompete), Lara Elsner (Gesang) und Jannis Vollrath (Gitarre). Sie alle traten dabei schon wie Profis auf, merkte man ihnen doch keinerlei Aufregung an.

Während des zweiten Teils des Konzerts wurde es dann auf der Bühne richtig voll. Insgesamt 120 Orchestermusiker, der Großteil von ihnen junge Musikschüler, boten ein abwechslungsreiches Programm aus Klassik, Pop- und Filmmusik. Unterstützt wurden sie dabei von den Sängern des Chors des Fridericianums Rudolstadt, die stimmgewaltig von der Empore herab das ganze Schützenhaus akustisch ausfüllten. Gesungen wurden unter anderem „Final Countdown“ von Joey Tempest oder der Song „Optimistisch“ von Martin Goldenbaum, der auch als Leitmotiv für den Abend diente.

Monika und Hartmut Woborschil aus den Reihen der Besucher sprachen sodann von einem Abend „zum Genießen“. Etwas enttäuscht zeigten sie sich dagegen davon, dass das Schützenhaus nur zu gut 70 Prozent ausgelastet war. „Hätten wir das gewusst, hätten wir noch Freunde zum Mitkommen animiert“, so das Ehepaar. Heide Müller aus Rudolstadt brachte es so auf den Punkt: „Die Leute, die nicht gekommen sind, können einem wirklich leidtun“. Gemeinsam mit Schwiegersohn Daniel Dietzel erlebte sie einen Abend „der Gänsehaut erzeugt“. „Es ist toll, dass den Musikschülern eine solche Plattform zum Ausprobieren gegeben wird. Auch wenn nicht immer alles perfekt läuft, so ist die Qualität doch durchweg sehr gut“, so Daniel Dietzel. Für ihn stand fest: „Am Ende werden hier alle Gäste begeistert rausgehen“.

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