Greiz: Mehr Räume für die Kreismusikschule Bernhard Stavenhagen

Greiz  Ab Februar sind Pädagogen und Schüler auch im Vereinsheim in der Naumannstraße zu finden

„Fuchs, du hast die Gans gestohlen...“ spielte Denny Stieben zum Konzert während des Tages der offenen Tür der Kreismusikschule „Bernhard Stavenhagen“.

„Fuchs, du hast die Gans gestohlen...“ spielte Denny Stieben zum Konzert während des Tages der offenen Tür der Kreismusikschule „Bernhard Stavenhagen“.

Foto: Christian Freund

Ingo Hufenbach hat einige Jahre darauf warten müssen, folgenden Satz sagen zu können: „Wir erweitern uns“, so der Chef der Kreismusikschule Bernhard Stavenhagen, der das als „kleine Sensation“ bezeichnet. Ab 1. Februar werden Pädagogen und Schüler nicht nur im Unteren Schloss, sondern auch im Vereinsheim in der Naumannstraße zu finden sein. Die Verträge seien bereits unterschrieben, so Hufenbach.

„Wir haben dort dann eine komplette Etage zur Verfügung“, freut sich der Musikschulleiter. Unterrichts- und Probenräume werden in der Naumannstraße zu finden sein. Denn in der zweiten Etage des Unteren Schlosses ist schon seit Jahren zu wenig Platz. „Teilweise sind Räume fünffach belegt, also fünf Lehrer müssen sich ein Zimmer teilen. Das ist schwer zu koordinieren“, beschreibt Ingo Hufenbach die aktuelle Situation. Zu der gehört auch die Tatsache, dass die musikalische Früherziehung schon in die Volkshochschule ausgelagert werden musste. Und auch der Probenraum für die Bigband ist bereits seit Jahren fernab des Stammsitzes. „Künftig haben wir Räume, in denen wir die Instrumenten aufgebaut lassen können. Und das Beste ist, dass beide Standorte nur einen Steinwurf weit voneinander entfernt sind“, so Hufenbach.

Aktuell gibt es gut 60 Anmeldungen

Vom Einzug in die neuen Räume einmal abgesehen, soll das nun startende Schuljahr ein weniger ruhiger werden als das vorige, als Jubiläum gefeiert wurde. Dafür soll eine eigentlich für Mai geplante Aufführung nun der Höhepunkt Ende des neuen Schuljahres werden. Die „Konferenz der Tiere“, ein Theaterstück mit Musik, wird auf der Studiobühne der Vogtlandhalle gezeigt. Kinder spielen dann gemeinsam mit Profis, die Tänzer sind mit von der Partie, ein kleiner Chor wird auftreten. Das Programm wird gemeinsam mit der ehemaligen Greizerin Sabine Maria Schoeneich von der Little Opera Rellingen er- ­arbeitet.

Am 17. und 18. November steht der Stavenhagenwettbewerb auf dem Programm, der eingebettet ist in die Musikwoche, die mit dem Preisträgerkonzert am 24. November endet. Dazwischen sind ein Kammermusikabend mit Gästen aus Gera, ein Ensemble- und ein Hausmusikabend geplant.

In der Vorweihnachtszeit haben Nachwuchsmusiker und Lehrer viel zu tun. „Wir sind seit vorigem Jahr Kooperationspartner von ‚Sind die Lichter angezündet‘“, so Hufenbach. Am 1. Dezember findet das Konzert statt. Die Weihnachtskonzerte der Musikschule sind am 9. Dezember in Greiz und am 10. Dezember in Berga vorgesehen.

Zu Beginn des zweiten Halbjahres dreht sich das Instrumentenkarussell wieder. „Letztes Mal hatten wir über 30 Teilnehmer, das war schon an der Grenze“, so der Schulleiter. Im zweiten Halbjahr gibt es wieder die Abteilungskonzerte. Blech beginnt am 23. Februar, die Zupfer folgen am 2. März, dann kommen die Sänger und Tasteninstrumente am 9. März, am 16. März die Streicher und Holzbläser und schließlich ist die Rock/Pop/Jazz-Abteilung am 4. Mai an der Reihe. Am 12. und 13. Mai gibt es die Frühlingskonzerte in Greiz und Berga und am 7. und 8. Juni die Tanzgala.

Das Musikschulfest wird wieder parallel zum Park- und Schlossfest veranstaltet.

Gut 60 neue Anmeldungen liegen aktuell vor, die musikalische Früherziehung noch nicht mitgerechnet. Hufenbach macht keinen Hehl daraus, dass es immer schwieriger wird, die Schüler einzuplanen. „Verlängerter Unterricht, Hausaufgaben, längere Schulwege – das macht den ländlichen Musikschulen zu schaffen. Wir müssen in die Breite gehen, was zeitlich und logistisch schwierig ist“, beschreibt der Musikschulchef das Problem. Aktuell werden Schüler nicht nur in Greiz, sondern auch in Berga, Weida, Mohlsdorf und Hohenleuben unterrichtet.

Konferenz der Tiere auf der Studiobühne

„Es ist schön, dass wir jetzt nach Jahren Abstinenz wieder zwei Kurse musikalische Früherziehung in der Kita Käte Duncker anbieten dürfen“, freut sich Ingo Hufenbach. Anita Rott wird mit den Kleinen dort am Nachmittag die ersten musikalischen Schritte gemeinsam gehen.

Zu Schnupperstunden in den Räumen der Volkshochschule für die Kurse musikalische Früherziehung (donnerstags ab 16.30 Uhr) und Musikgarten (ab 17.15 Uhr) wie auch mittwochs für den Kurs Klaviergarten (ab 16 Uhr) in der Musikschule lädt Rott zudem ein. Die ersten Kurse beginnen am 15. und 16. August.

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