Kantorei Pößneck sammelt in Wermelskirchen für Stadtkirchen-Orgel

Vor zwei Jahren beging die Kantorei der evangelischen Kirchgemeinde Pößneck den 275. Jahrestag ihres Bestehens. Aus diesem Anlass fand nicht nur ein großes chorsinfonisches Konzert statt, die Kantorei begrüßte auch Sänger der Kantorei der Stadtkirche Wermelskirchen im Bergischen Land. Die Pößnecker wurden zu einem Gegenbesuch eingeladen und am 17. Mai war es soweit.

Die Kantorei Pößneck während ihres Chorkonzertes in der Stadtkirche Wermelskirchen. Foto: Kantorei

Die Kantorei Pößneck während ihres Chorkonzertes in der Stadtkirche Wermelskirchen. Foto: Kantorei

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Pößneck/Wermelskirchen. Erwartungsvoll fuhren 30 aktive Sängerinnen und Sänger und Angehörige nach Nordrhein-Westfalen. Von großer Gastfreundschaft umgeben und von einem sehr gut organisierten Programm begleitet, vergingen die folgenden vier Tage viel zu schnell.

Neben interessanten Gesprächen und neuen Bekanntschaften gehörte natürlich der Musik ein wichtiger Teil der Zeit. Im Altenberger Dom genossen die Pößnecker eine Orgelführung, wurden aber auch selbst aktiv.

Gemeinsames Konzert begeistert Kritiker

Ein Chorkonzert in der Stadtkirche Wermelskirchen, gestaltet von beiden Chören, fand viel Beifall und wurde in der örtlichen Presse gewürdigt. So hieß es dort: "Der Gesang erreichte die Zuhörer prächtig und klar, rein und fest. Trotz der sehr kurzen Probenarbeit gelang den beiden Kantoreien ein nuancenreicher Chorklang, ausgewogen und stimmig." Weiter hieß es: "Ein anderer Höhepunkt dieses Konzertes war der von der Kantorei Pößneck gesungene Psalm 148 von A. Willscher. Der Komponist hatte das Stück der Kantorei zum 275. Bestehen auf den Leib geschrieben. [...] Die Pößnecker brachten hier ein Paradestück der Chormusik treffsicher zur Geltung" (BM, 21. Mai). Die Kollekte des Konzertes wurde der Kantorei Pößneck für die Sanierung der Kreutzbach-Jehmlich-Orgel in der Stadtkirche mitgegeben. Zudem hatte Domorganist Rolf Müller auf sein Honorar für die Orgelführung verzichtet und es für den gleichen Zweck gespendet.

Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden

Den Abschluss des Aufenthaltes in Wermelskirchen bildete der Festgottesdienst anlässlich des 80. Jahrestages des Bestehens der dortigen Kantorei. Daneben lernten die Pößnecker einen interessanten Landstrich Deutschlands kennen, welcher mit seinen Wäldern, Bergen und schiefergedeckten Häusern viel Ähnlichkeit mit Thüringen hat. Und auch im Bergischen gibt es ein "Schloss Burg", eine Besichtigung rundete das Programm ab. Der Abschied, geprägt von großer Dankbarkeit, war sicher nur ein Abschied auf Zeit. Die musikalische Zusammenarbeit soll ihre Fortsetzung finden.

Da auf der Heimfahrt im Bus weitere Gelder für die Sanierung der Pößnecker Stadtkirchen-Orgel gesammelt wurden, kehrten die Sänger mit 560 Euro im Gepäck nach Hause zurück.