Musik statt Laudatio in Greizer Bibliothek

Ausstellung in Bibliothek gibt Einblick in 20-jährige Geschichte des Greizer Collegium Musicums. Geigenbauer Gerd Mallon stellt seine Arbeit vor.

Ausstellung 20 Jahre Collegium Musicum und 25 Jahre Geigenbauwerkstatt Mallon in Greizer Bibliothek eröffnet.

Ausstellung 20 Jahre Collegium Musicum und 25 Jahre Geigenbauwerkstatt Mallon in Greizer Bibliothek eröffnet.

Foto: zgt

Greiz. Musiker können nicht reden, sondern nur musizieren – das stammt von Eckhard Kiesling, Leiter des Collegium Musicums. Folgerichtig verzichtete er gestern bei der Eröffnung der Ausstellung in der Bibliothek anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Kammermusikvereinigung auch auf einen Laudator. Stattdessen gab es Musik. Einige Mitglieder der aus 19 Musikern bestehenden Gruppe spielten zur Vernissage.

Unter den Gästen waren auch Christiane und Steffen Lorenz, die Gründer des Collegium Musicums. Nachdem anfänglich einige begeisterte Musikfreunde Konzerte etwa in Kirchen gaben, wurden nach wenigen Jahren Nägel mit Köpfen gemacht und am 15. Juni 1992 unter dem Namen "Greizer Collegium musicum e. V." ein Verein gegründet. Neben Fest- und Benefizkonzerten in Kirchen gehören musikalische Umrahmung festlicher Anlässe wie beispielsweise bei Neujahrsempfängen zum Repertoire der Musiker. An den Greizer Musikwochen hat der Verein mitgewirkt, die Sommerserenaden im Greizer Park gehörten zu den äußerst beliebten Veranstaltungen des Collegium Musicums.

"Großartig" findet es Bibliotheksleiterin Corina Gutmann, dass vor 20 Jahren "eine Gruppe ernsthafter Musiker" zusammengefunden hat, die viel Kraft und Zeit investieren und so die Musikvereinigung bis heute aufrechterhalten haben. Begeistert ist Gutmann zudem darüber, dass im Collegium Musicum Musikfreunde von Jung bis Alt mitspielen.

Eckhard Kiesling lud zur Eröffnung der Ausstellung, in der unter anderem Fotos von den Aktivitäten des Collegiums künden, gleich zum nächsten Höhepunkt im Vereinsleben ein. Am 8. Juli um 19 Uhr wird in der Stadtkirche St. Marien das Jubiläumskonzert stattfinden. Neben den Greizer Musikern treten Gäste aus Leipzig oder Halle auf, zudem wird es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Greizer Kantor Matthias Grünert, der seit einigen Jahren Frauenkirchenkantor ist, geben.

Ein Mitglied des Collegium Musicums hat der aktuellen Schau noch eine besondere Note gegeben. Geigenbauer Gerd Mallon stellt seine Arbeit vor. Der Grund: Seine Werkstatt feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen. 1981 hat Mallon mit der Geigenbauerlehre begonnen, sich 1987 selbstständig gemacht. Heute hat er nicht nur Kunden in Mitteldeutschland, sondern auch von Geigern aus der Nordseeregion oder Stuttgart bekommt er Aufträge. "Bei mir ist alles Handarbeit", betont Gerd Mallon. Und das trifft ja gleichermaßen auf das Collecium Musicum zu.

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