Thüringer Kulturrat fordert Öffnungsperspektiven

Ulrike Merkel
Seit 2. November 2020 sind Thüringens Theatersäle verwaist.

Seit 2. November 2020 sind Thüringens Theatersäle verwaist.

Foto: Martin Gerlach

Erfurt.  Kulturschaffende wollen „umsichtige, nachvollziehbare und einheitliche Regeln für das Schließen und Hochfahren des öffentlichen Lebens“.

Der Thüringer Kulturrat fordert in einem offenen Brief an die Landesregierung die Fortschreibung des Thüringer Stufenplanes vom Februar. Das Land hatte darin einen perspektivischen Weg aus dem Lockdown aufgezeichnet, war damit aber in der Bund-Länder-Konferenz gescheitert. Dieser Orientierungsplan sieht eine stufenweise Öffnung unter Auflagen und unter Berücksichtigung der Inzidenz vor. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie in Thüringen lesen Sie in unserem Blog.

Die Kulturakteure des Freistaates wünschen sich „umsichtige, nachvollziehbare und möglichst einheitliche Regeln für das Schließen und Hochfahren des öffentlichen Lebens“.

Hier sehen sie die Landesregierung gefragt, die sich „proaktiv an den aktuellen Diskussionen der Bundesregierung und der anderen Länder“ beteiligen soll. Der Kulturrat hält es dabei für zwingend erforderlich, dass künftige Stufenpla-nungen und Öffnungsszenarien in branchenbezogenen Dialogen mit den jeweiligen Fachverbänden entwickelt werden.

„Neben dem bereits begonnenen Branchendialog mit der Veranstaltungswirtschaft, an dem sich ja nunmehr auch die Theater und Orchester des Landes beteiligen, sehen wir hier insbesondere die Notwendigkeit eines branchenspezifischen Dialogs mit den Trägern der Kulturellen Bildung“, heißt es in dem Brief.