Nordhäuser Chemie-Asse bewahren Andenken an Lehrer

Nordhausen.  Schüler des Humboldt-Gymnasiums nehmen am 6. Dezember in Erfurt an einer Internationalen Olympiade teil. Die Latte ist hoch gesteckt.

Sind bestens vorbereitet auf die Olympiade: Lehrerin Heike Ludewig, Franz Wilhelm Stritzel, Robert Stephan Seibt, Antonia Penzholz und Lasse Schneeberg vom Humboldt-Gymnasium.

Sind bestens vorbereitet auf die Olympiade: Lehrerin Heike Ludewig, Franz Wilhelm Stritzel, Robert Stephan Seibt, Antonia Penzholz und Lasse Schneeberg vom Humboldt-Gymnasium.

Foto: Doreen Hotzan

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Der Schock über den plötzlichen Tod von Matthias Kirchner, Lehrer am Nordhäuser Humboldt-Gymnasium, saß bei Schülern und Kollegen tief. Doch er hinterlässt ein besonderes Erbe. „Statt Blumen hat sich die Familie zur Beerdigung Spenden gewünscht“, erläutert Volker Vogt, stellvertretender Schulleiter. 2774 Euro sind auf diese Weise zusammengekommen. Das Geld soll nun für die jungen Forscher des Humboldt-Gymnasiums verwendet werden.

Davon profitieren auch vier Zwölftklässler, die demnächst an der Internationalen Chemieolympiade (IChO) teilnehmen. Diesen Wettbewerb hat einst Matthias Kirchner betreut. In seine Fußstapfen ist nun Chemielehrerin Heike Ludewig getreten.

Die Olympiade gliedert sich in mehrere Runden. „Die erste Runde ist eine Hausaufgabenrunde. Dabei bearbeitet jeder selbstständig von zu Hause aus die Aufgaben und muss diese dann bis zu einem bestimmten Termin abgeben. Darauf gibt es Punkte“, erläutert mit Lasse Schneeberg einer der Teilnehmer. Erreicht werden muss mindestens ein Ergebnis von 50 Prozent, fügt Lehrerin Heike Ludewig hinzu. Neben Lasse Schneeberg, der mit über 100 Punkten das beste Ergebnis der Humboldtianer erzielte, meisterten auch seine Mitstreiter Franz Wilhelm Stritzel, Antonia Penzholz und Robert Stephan Seibt die erste Runde erfolgreich.

Nun fiebern die Vier dem nächsten Teil des Wettbewerbs entgegen. Dieser wird am 6. Dezember in Erfurt ausgetragen. Die Teilnehmer kommen aus dem gesamten Bundesland. Hier gilt es dann, innerhalb von drei Stunden sechs theoretische Aufgaben zu lösen. Wer es hier eine Runde weiter schafft, könnte zum Ausscheid in die Türkei fahren, gewährt Lasse Schneeberg einen Einblick. Heike Ludewig bleibt realistisch: „In der Vergangenheit haben es Schüler des Humboldt-Gymnasiums nur bis hierher geschafft. Weitergekommen sind sie nicht“, bedauert sie. Vielleicht ändert sich das ja in diesem Jahr. „Weiterkommen ist schon unser Ziel“, kündigt Lasse Schneeberg an, der noch am Abwägen ist, ob er später beruflich etwas mit Chemie oder Physik machen möchte.

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