Bad Blankenburg. Zwei Einträge in das Goldene Buch der Stadt anlässlich des Wechsels an der Spitze der Deutschen Evangelischen Allianz

Die Stadt hat sich einmal mehr als Teil der weltweiten Allianzfamilie behauptet. Anlässlich des Stabwechsels an der Spitze der Deutschen Evangelischen Allianz trafen sich mehr als 500 Kirchenvertreter und Gäste gestern zu einem Gottesdienst und Festakt in der Stadthalle, unter ihnen der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Bischof Efraim Tendero aus Manila.

Dem voraus ging eine kleine Feierstunde im Fröbelsaal des Rathauses. Anlass waren zwei Einträge in das Goldene Buch der Stadt. Diese Ehre wurde Efraim Tendero sowie dem bisherigen Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, zuteil.

„Deutschland ist ein wichtiger Teil der Allianzfamilie und hat in vielen Teilen der Welt Unterstützung gegeben. Dafür danke ich der Deutschen Evangelischen Allianz. Beim Eintrag in das Goldene Buch ist mir auch bewusst geworden, welche Bedeutung die Stadt Bad Blankenburg dabei hat, auch über den Moment hinaus“, so der Gast von den Philippinen.

Hartmut Steeb blickte zurück in die Zeit vor dem Mauerfall. „Bad Blankenburg hat mir immer viel bedeutet. Als das Haus Treue hier gebaut wurde, war das nur möglich dank finanzieller Unterstützung der Westkirche. Der Bauantrag ist damals in den frühen 1980er Jahren über meinen Schreibtisch gegangen. Damals konnte keiner ahnen, was aus dieser Verbindung einmal wird“, sagte er.

Bad Blankenburgs Bürgermeister Mike George betonte die Rolle der Allianz für die Stadt. „Ich hoffe, dass Bad Blankenburg darin auch künftig einen würdigen Platz einnimmt“, sagte er.

Hartmut Steeb hatte 31 Jahre das Amt des Generalsekretärs ausgeübt und geht jetzt in den Ruhestand. Ihm folgt der 54-jährige Betriebswirt Reinhardt Schink aus München, der zuletzt beim Versicherungskonzern Allianz tätig war.

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Mehrere Redner würdigten am Nachmittag Hartmut Steebs Einsatz in den vergangenen Jahren. Der Vorsitzende der Evangelischen Allianz, Präses Ekkehart Vetter, sagte: „Hartmut Steeb hat seinen Dienst als Generalsekretär immer zutiefst als einen Dienst für Gott verstanden. Seine innersten Glaubensüberzeugungen haben auch in der Gestaltung seines Dienstes ihren Ausdruck gefunden. Darum haben wir ihn über all die Jahre als einen zutiefst authentischen Menschen erlebt.“

„Diesen freundlichen Herrn mit der Fliege durch die Stadt gehen zu sehen, das werden wir vermissen“, so Mike George. Doch die Verbindung Steebs nach Bad Blankenburg wird bleiben.

Sein Nachfolger Reinhardt Schink erklärte, dass er seine neue Aufgabe in großer Kontinuität zu seinem Vorgänger angehen werde. Entscheidend für ihn sei, dass die Evangelische Allianz wie bisher Menschen unterschiedlicher Frömmigkeitsstile zusammenführe und sich nicht durch Abgrenzungen definiere, sondern vom Zentrum des Glaubens her, also einer gelebten Christus-Beziehung. Zugleich müsse sich die Evangelische Allianz neuen Herausforderungen stellen, beispielsweise der Digitalisierung.