Erfurt. Kann eine neue Technologie die Hälfte der Erfurter Fernwärme ohne Gas und laufende Kosten abdecken? Die Stadtwerke wollen es herausfinden.

Über dem Kraftwerksgelände im Erfurter Norden hing am Mittwoch ein Hauch von Goldgräberstimmung. Geht es nach den Stadtwerken Erfurt (SWE), wird auf einer Fläche neben der Gas- und Dampfturbinenanlage schon im Jahr 2025 ein 50 Meter hoher Bohrturm stehen und ohne Unterbrechung bis in gut 4000 Meter Tiefe bohren. Gesucht wird freilich nicht Gold, sondern einen neue Wärmeform, die ohne Erdgas und laufende Kosten funktioniert.