Getöteter Student in Jena: Polizei findet weitere Leichenteile unterhalb der Lobdeburg

Jena  Am Dienstagvormittag gab es nach dem Tod eines chinesischen Studenten einen weiteren Sucheinsatz der Polizei in einem Gebiet unterhalb der Lobdeburg.

Am Mittwochmorgen suchten Leichenspürhunde zunächst entlang der Saale nach Leichenteilen. Archivfoto: Stefan Eberhardt - medien-partner

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Bei dem Einsatz in einem mit Sträuchern und Büschen bewachsenen Gebiet nahe Alt-Lobeda wurden weitere Teile der Leiche eines chinesischen Studenten gefunden, der vor gut einer Woche getötet wurde, teilte eine Sprecherin der Jenaer Polizei auf Anfrage mit. Bei der Suche seien zwei Leichenspürhunde im Einsatz gewesen. Unterstützung erhielt die Jenaer Polizei dazu von der Bereitschaftspolizei. Die gefundenen Leichenteile werden jetzt der Rechtsmedizin überstellt.

Der junge Chinese soll vor gut einer Woche von einem 23-jährigen Vietnamesen in Jena getötet und zerstückelt worden sein. Trotz intensiver Suche der Polizei wurden noch immer nicht alle Leichenteile gefunden.

Der Vietnamese, ebenfalls Student, hatte sich bei der Polizei gemeldet und berichtet, dass er sein Opfer wenige Tage zuvor getötet, zerstückelt und die Leichenteile in die Saale geworfen habe. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Die beiden Studenten waren Wohnungsnachbarn. Zum Motiv des mutmaßlichen Mörders war zunächst nur bekannt geworden, dass er nach eigenen Aussagen aus bislang unbekannten Gründen über seinen Nachbarn sehr verärgert gewesen sein soll.

Zur Aufklärung des Verbrechens hat die Polizei eine Arbeitsgruppe gebildet. Polizeitaucher hatten nach der Tat intensiv die Saale nach Leichenteilen abgesucht. Die Suche im Fluss sei inzwischen abgeschlossen.

Nach dem Tod reisen die Eltern des Opfers nun doch nicht für einen DNA-Abgleich aus ihrem Heimatland nach Jena. Sie hätten sich krankgemeldet und seien nicht in der Lage, die lange Reise anzutreten, hieß es bei der Polizei.

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