Dutzende Unfälle und teils massive Behinderungen auf Thüringer Straßen nach Wintereinbruch

| Lesedauer: 7 Minuten
Ein Sattelzug stand auf der A 4 in Richtung Dresden kurz vor der Anschlussstelle Gera-Langenberg quer.

Ein Sattelzug stand auf der A 4 in Richtung Dresden kurz vor der Anschlussstelle Gera-Langenberg quer.

Foto: Polizei

Thüringen  Schneeglätte hat in Thüringen am Dienstagmorgen erneut für zahlreiche Unfälle und lange Staus gesorgt. Im Kreis Greiz wurde ein Mann schwer verletzt, auf der A4 gab es einen weiteren verletzten Lkw-Fahrer.

Am Dienstagmorgen und bis zum Vormittag sorgte das Winterwetter für erhebliche Probleme auf Thüringer Straßen. Die ersten Meldungen, dass aufgrund der winterglatten Straßen Lkw an der Anschlussstelle Heilbad Heiligenstadt in Richtung Göttingen nicht weiterkamen, erreichten die Autobahnpolizei kurz vor 4 Uhr. Danach häuften sich die Unfallmeldungen auf den Autobahnen 4, 9, 38, 71 und 73, teilte die Polizei mit. Meist hätten sich Verkehrsteilnehmer mit ihrer Fahrweise nicht an Witterungs- und Straßenverhältnisse angepasst.

Lkw-Fahrer auf A4 bei Gera verletzt

In fünf Stunden wurde die Autobahnpolizei in Thüringen zu mehr als 40 Unfällen alarmiert. Meist handelte es sich um Sachschäden. Es gab aber auch Verletzte. So bei einem Unfall auf der A 4 in Richtung Dresden, als ein Lkw-Fahrer kurz vor der Anschlussstelle Gera-Langenberg die Kontrolle über seinen Lastzug verlor. Bei dem Unfall verletzte sich der Fahrer und kam ins Krankenhaus. Sein Lkw konnte gut drei Stunden nach dem Unfall geborgen und wieder frei Fahrt in Richtung Dresden geschaffen werden.

Der Autoverkehr staute sich bis zum Vormittag auf der A4 zwischen Ronneburg und bis nach Sachsen in Richtung Dresden auf zusammen mehr als 20 Kilometern. Autofahrer mussten teils länger als zwei Stunden warten. Auch am Hermsdorfer Kreuz kam es zu mehreren Unfällen.

Auch in der Gegenrichtung gab es laut MDR mehrere Unfälle zwischen der Landesgrenze und bis zum Hermsdorfer Kreuz. Autofahrer müssen auch hier wegen Staus warten.

Lkw stecken an Berg auf B 249 in Nordthüringen fest

In Nordthüringen sind am Dienstagmorgen wegen starken Schneefalls mehrere Lastwagen liegengeblieben. Wie die Polizei mitteilte, stecken mehrere Lkw auf der Bundesstraße 249 zwischen Gundersleben und Ebeleben (Kyffhäuserkreis) an einem Berg fest.

Auch auf der Landesstraße 20/49 bei Niederoschel und auf der Bundesstraße 247 zwischen Kallmerode und Dingelstädt (alle im Landkreis Eichsfeld) kamen mehrere Lastwagen nicht mehr weiter. Um die Fahrzeuge zu befreien, sind Winterdienstfahrzeuge im Einsatz.

Auf der A38 wurde der Höllbergtunnel wegen eines Unfalls gesperrt.

Auch in Ostthüringen hatte es weiterer Unfälle gegeben, etwa auf der A9 bei Eisenberg. Autofahrer müssen teils länger als eine Stunde warten. Die Autobahn war teilweise gesperrt.

Bei Porstendorf im Saale-Holzlandkreis war auf der B88 ein leerer Schulbus in den Straßengraben gerutscht. In Gera und im Altenburger Land wurde teilweise der öffentliche Nahverkehr eingestellt. So gab es laut dem Geraer Verkehrsbetrieben Verspätungen und Ausfälle auf allen Straßenbahn-Linien und auf den Buslinien 15, 16 und 20. Im Altenburger Land wurde laut MDR 7 Uhr der Linienbusverkehr wegen eisglatter Straßen gestoppt. Der Winterdienst sei mit der Räumung nicht hinterhergekommen. In Gera war auch das THW im Einsatz.

Insgesamt gab es Dutzende Unfälle und darunter auch einen schwer Verletzten nach den Unfällen in Gera, dem Kreis Greiz und dem Altenburger Land: Dutzende Unfälle und ein schwer Verletzter nach Wintereinbruch

„Wintermezzo“ sorgt in Gera und Umgebung für Probleme auf den Straßen

Ebenfalls nach einem Unfall kam es auf der A 71 kurz hinter der Grenze zu Bayern bei Mellrichstadt am Nachmittag zu erheblichen Verkehrbehinderungen. Die Autobahn musste nach mehreren Unfällen gesperrt werden.

Schnee- und eisglatte Straßen hatten am Dienstagmorgen im Saale-Orla-Kreis vielerorts für Verkehrsbehinderungen und mehrere Unfälle mit einem Verletzten gesorgt. Nach einer ersten Übersicht blieb das Unfallgeschehen jedoch relativ ruhig.

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt meldete das Verkehrsunternehmen Kombus vor allem im Oberland grundsätzliche Behinderungen und mögliche Verspätungen. Betroffen war am Morgen auch das Städtedreieck Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg, bis der Winterdienst geräumt hatte. Offenbar besser vorbereitet war man in den Höhenlagen der Schwarza- und Rinnetal-Region. Aus beiden Tälern wurden am Mittag keine schwerwiegenderen Behinderungen gemeldet.

Saalfeld-Rudolstadt: Winterrückkehr erzeugt Verkehrsprobleme

In Bad Berka im Weimarer Land kam es in der Robert-Koch-Straße zu einem Auffahrunfall mit mehreren Fahrzeugen. Vor allem Steigerungen bereiteten auch im Weimarer Land am Morgen Probleme.

Im Kreis Gotha ereigneten sich bei Teutleben Insgesamt wurden vier Personen verletzt und es entstand ein hoher Sachschaden.

Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich schließlich mehr als 20 Verkehrsunfälle im Kreis Hildburghausen, was auch zu Wartezeiten führte. Verletzt wurde niemand. Die Polizei Hildburghausen weist daraufhin, dass das Wetter in den nächsten Tagen ebenfalls Schnee und Eisglätte bringen könnte und bittet alle Verkehrsteilnehmer um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme.

Bereits am Montag starke Behinderungen nach Schnee und Regen

Schneefall und Schauer haben auch am Ostermontag zu mehreren Unfällen auf den Thüringer Autobahnen geführt. Auf der Autobahn A 4 Eisenach-Dresden sei es am Nachmittag innerhalb kürzester Zeit zu vier Unfällen gekommen, wie das Lagezentrum mitteilte.

Auf der A4 bei Ronneburg in Richtung Frankfurt kam ein mit Sommerreifen ausgestatteter BMW ins Schleudern und kollidierte mehrfach mit der rechten Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt.

Ebenfalls auf der A4 zwischen Weimar und Apolda kam ein Audi ins Schleudern und kollidierte mit der Mittelleitplanke. Verletzt wurde niemand.

Bei Vieselbach seien zwei Autos zusammengestoßen. Dabei hätten sich vier Menschen schwer verletzt.

Auf der A9 bei Eisenberg in Richtung Berlin ereigneten sich am Montagnachmittag zwei Verkehrsunfälle mit insgesamt vier verletzten Personen. Bei dem ersten Unfall bremste laut Polizei der Fahrer eines Honda verkehrsbedingt. Der Fahrer des nachfolgenden VW rutschte während eines starken Schneeschauers auf den vorausfahrenden Honda. Fahrer und Beifahrer des auffahrenden VW sowie die Beifahrerin des Honda kamen leicht verletzt ins Krankenhaus.

Auf der A9 zwischen Bad Lobenstein und Schleiz kam ein Auto ins Schleudern und kollidierte mit der Mittelleitplanke. Beide Insassen des VW Beetle blieben unverletzt.

Auch auf der A9 zwischen Droyßig und dem Schkeuditzer Kreuz ereigneten sich in Richtung Berlin wegen Schnee und Regen am Montagnachmittag mehrere Unfälle. Bei allen Unfällen blieb es nach ersten Erkenntnissen bei Sachschäden. Allerdings mussten Autofahrer im Bereich Weißenfels kurz nach der Landesgrenze zu Thüringen teils bis zu einer halben Stunde warten, weil Fahrzeugteile weggeräumt und dafür einzelne Fahrbahnen gesperrt werden mussten. Gegen 17 Uhr war laut Polizei der Bereich beräumt.

Weitere Polizeimeldungen aus Thüringen

BMW steht Ostermontag in Bad Sulza in Flammen

Zug der Erfurter Bahn bleibt in Oppurg stecken: Feuerwehr im Einsatz

Feuer vernichtet Wohnhaus in Finsterbergen: Das ist passiert

17-Jähriger bei Explosion in Garage schwer verletzt – Rettungshubschrauber im Einsatz