Neonazi-Attacke in Leipzig-Connewitz: Angreifer kamen auch aus Thüringen

Leipzig/Erfurt  Bei Randalen von Hooligans und Rechtsextremisten am 11. Januar im Leipziger Stadtteil Connewitz waren auch Thüringer dabei.

Ein Radpanzer der Polizei fährt am 11. Januar im Stadtteil Connewitz in Leipzig. Rund 250 vermummte Hooligans hatten in dem Leipziger Stadtteil randaliert. Sie hätten Pyrotechnik gezündet und Schaufensterscheiben mit Steinen eingeworfen, sagte damals eine Polizeisprecherin. Es handele sich um eine rechte Klientel aus dem Fußballbereich. Archivfoto: Jan Woitas/dpa

Ein Radpanzer der Polizei fährt am 11. Januar im Stadtteil Connewitz in Leipzig. Rund 250 vermummte Hooligans hatten in dem Leipziger Stadtteil randaliert. Sie hätten Pyrotechnik gezündet und Schaufensterscheiben mit Steinen eingeworfen, sagte damals eine Polizeisprecherin. Es handele sich um eine rechte Klientel aus dem Fußballbereich. Archivfoto: Jan Woitas/dpa

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Die Angreifer kamen aus verschiedenen ostdeutschen Bundesländern, wie eine Sprecherin des Operativen Abwehrzentrums der Polizei am Dienstag auf Anfrage in Leipzig sagte. Darunter seien auch Verdächtige aus Thüringen, Berlin sowie in einem Fall aus Sachsen-Anhalt ermittelt worden. Nach Angaben der linksalternativen Tageszeitung TAZ wurden auch Autos mit Geraer Kennzeichen gesehen. Der Großteil der Angreifer sei aus Sachsen, vor allem aus Dresden und Leipzig nebst Umland, gekommen. Die Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs dauerten an.

Rund 250 Vermummte hatten im links-alternativ geprägten Stadtteil Connewitz eine Straße verwüstet. Sie schmissen die Fensterscheiben zahlreicher Geschäfte und Kneipen ein und zündeten Pyrotechnik. Die Polizei konnte den überwiegenden Teil der Randalierer stoppen und die Personalien feststellen. Zeitgleich zu dem Angriff in Connewitz hatte es in der Leipziger Innenstadt eine Demonstration der fremdenfeindlichen Bündnisse Legida und Pegida gegeben.

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