Sturmtief „Friederike“ bescherte Feuerwehren in der Orlaregion viel Arbeit

Orlatal  Entwurzelte Bäume und eine kaputte Stromleitung nach Sturmtief in Neustadt und Triptis. In Pößneck ging es etwas ruhiger zu.

Einsatz der Feuerwehr Triptis nach Sturmtief „Friederike“. Hier stürzte ein entwurzelter Baum auf eine Stromleitung und kappte sie.

Einsatz der Feuerwehr Triptis nach Sturmtief „Friederike“. Hier stürzte ein entwurzelter Baum auf eine Stromleitung und kappte sie.

Foto: Feuerwehr

Am meisten zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr (FFW) in Neustadt: Etwa 35 sturmbedingte Einsätze fuhren die Mitglieder vorgestern. In der Wimmlerstraße war ein Baum halb entwurzelt worden und neigte sich in Richtung eines Hauses, ein anderer Baum stürzte auf ein geparktes Auto. „Totalschaden“, sagt Stadtbrandmeister Ronny Kaufmann.

Auch die Stadtkirche wurde lädiert: Auf fünf Quadratmetern deckte der Sturm Dachziegel ab. „Feuerwehrdrehleitern reichen nicht bis in diese Höhe, so dass ein Hebebühnenverleiher aus Gera kommen musste“, sagt er. Im Zuge dessen musste die Ernst-Thälmann-Straße gesperrt werden. Auch im Bereich Wolfersdorf, auf der Straße zwischen Molbitz und Rosendorf sowie zwischen Molbitz und Strößwitz musste wegen Bäumen auf der Fahrbahn gesperrt werden. Kaufmann kritisiert die „Unvernunft“ einiger Autofahrer, die Absperrungen beiseite getragen hätten, um weiterzukommen – „und sich dann festfuhren und wiederum uns zur Hilfe gerufen haben.“

Gegen 22.30 Uhr hatten Kaufmann und Kameraden alles abgesichert. „Zum Glück wurde niemand verletzt“, sagt Kaufmann. Gemeinsam mit der Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft (TSI) habe man dann in der Früh die Landesstraßen von Bäumen beräumt. In Triptis rückten Stadtbrandmeister Uwe Eitner und Kollegen vorgestern zehn Mal aus. Auch hier ein abgedecktes Firmendach in der Bahnhofstraße und „riesige umgestürzte Bäume.“ Einer kappte gegen 16 Uhr in der Aumaischen Straße Richtung Gütterlitz eine Stromleitung. „Da hatten sicher 20 Haushalte keinen Strom mehr“, schätzt Eitner. Laut Auskunft der Thüringer Energie sind sie wieder am Netz. Vergleichsweise ruhig ging der Tag für die Pößnecker Kameraden zu Ende. „Abgesehen vom Einsatz an der Grundschule war nichts weiter“, sagt Feuerwehrmann Maik Lehnert. „Von dort mussten wir nur einen Wagen abziehen, weil in der Bärenleite ein Baum lag.“ Doch selbst da gab‘s keinen größeren Schaden.­

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