Tatort liegt im Stadtzentrum: Erneuter Anschlag auf Straßenbahn in Jena

Jena  Polizei kann einen Zusammenhang mit den Vorfällen in Lobeda-Ost nicht ausschließen

Straßenbahn und Busbahnhof vor dem Jenaer Paradies Bahnhof Archivfoto: Rebecca Rech

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Erneut kam es in Jena zu einem Anschlag auf eine Straßenbahn: Dieses Mal lag der Tatort nicht in Lobeda-Ost, sondern im Stadtzentrum. Die Polizei kann einen Zusammenhang dennoch nicht ausschließen.

Der jüngste Vorfall ereignete sich am Sonntag gegen 20.30 Uhr. Dabei wurde die Scheibe einer Straßenbahn der Linie 1 in Richtung Lobeda-West beschädigt, und zwar auf Höhe des Volksbades. Was genau zu dieser Beschädigung führte, sei noch unklar, betonte die Sprecherin der Polizei, Steffi Kopp. Die Scheibe sei nicht durchschlagen worden. Die Polizei bezifferte den Schaden auf 3000 Euro.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Wer hat als Fahrgast aus dem Inneren der Straßenbahn verdächtige Personen bemerkt? Wer hat im Bereich des Volksbades Personen gesehen, die mit der Beschädigung zu tun haben könnten?

Unbekannter schießt im Januar auf Straßenbahn in Jena-Lobeda

Die Vorfälle in Lobeda-Ost ereignete sich am 27. und 28. Januar: Ein bislang unbekannter Täter hat zunächst am Sonntag gegen 20.45 Uhr auf die Straßenbahn geschossen, die stadtauswärts zwischen den Haltestellen Klinikum und Richard-Sorge-Straße unterwegs war. Am Montag zwischen 15.41 und 16.05 Uhr folgten der zweite und dritte Schuss auf zwei weitere Straßenbahnen. Auffällig war, dass auch diese Anschläge die Tram zwischen den Haltestellen Klinikum und Sorgestraße trafen. Die Scheiben wurden beschädigt, aber nicht durchschlagen. Womöglich waren es Stahlkugeln gewesen oder ein anderes Projektil, vielleicht auch Steine.

Der Jenaer Nahverkehr stellte daraufhin für zwei Tage den Nahverkehr in Lobeda-Ost ein: Es fuhren weder Straßenbahnen noch Busse die Haltestellen Platanenstraße, Universitätsklinikum, Richard-Sorge-Straße und Schlegelstraße an. Auch wenn der Tatort jetzt ins Stadtzentrum gerückt sei, will die Polizei einen Zusammenhang nicht ausschließen. Zum Stand der bisherigen Ermittlungen wollte sich die Polizei auf Anfrage nicht äußern.

Hinweise erbeten an die Polizei Jena unter der Rufnummer (03641) 810 beziehungsweise per E-Mail an: KPI.Jena@polizei. thueringen.de

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