Untypisches Windereignis deckt Dach eines Mehrfamilienhauses in Gera ab

Gera  Wohnungsbaugenossenschaft Union eG hatte das Dach 2016 saniert. Mieter sprechen von merkwürdigen Windgeräuschen vor dem Ereignis.

Der Wind deckte gestern gegen 8.15 Uhr in der Theodor-Neubauer-Straße 26-30 ein Dach teilweise ab. Verletzt wurde niemand.

Der Wind deckte gestern gegen 8.15 Uhr in der Theodor-Neubauer-Straße 26-30 ein Dach teilweise ab. Verletzt wurde niemand.

Foto: Peter Michaelis

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Kurz nach acht Uhr am Morgen rückten gestern Feuerwehr und Polizei in die Theodor-Neubauer-Straße aus. Hier hatte es bei einem Mehrfamilienhaus der Wohnungsbaugenossenschaft Union (WBG) das Dach abgedeckt. Einen gehörigen Schreck hatten die Mieter des Hauses in der Früh bekommen. „Sie schilderten ein merkwürdiges Windgeräusch, so als ob ein Flugzeug abstürzt. Das muss ein kleiner Tornado gewesen sein“, berichtet Angela Langwald, Vorstand der WBG Union auf unsere Nachfrage.

Das Gebäude war statt mit Dachziegeln, mit Bitumenbahnen gedeckt, die der stürmische Wind fast zur Gänze umgeklappt und davon geweht hatte. „Die abgerissenen Bahnen, Dachbleche, ein Dachfenster sowie die Dachrinne an der hinteren Fassade landeten vor dem Haus auf der Straße zwischen dort parkenden Autos. Andere Bahnen hingen an der Fassade herunter“, schildert Langwald das Bild, das sich ihr bei ihrem Eintreffen bot. Personen wurden nicht verletzt, die vier Fahrzeuge jedoch leicht beschädigt und zerkratzt.

Erklären kann sich die WBG Union das Geschehen nicht, schließlich hatte sie im Zuge der Fassadensanierungen an dem Gebäude erst im vergangenen Jahr das Dach komplett erneuern und instandsetzen lassen. Die damals beauftragte Firma Funk Bedachungen sei auch gestern sogleich vor Ort gewesen. Nachdem die Einsatzkräfte herumliegende Bitumenbahnen beräumt hatten, stand das Abschneiden herunter hängender Bahnen an. „Zum Glück haben wir Sonnenschein, so dass nötige Reparaturen aller Voraussicht nach noch am selben Tag stattfinden können“, sagte Angela Langwald.

Zur Höhe des entstandenen Schadens konnte die WBG gestern nur eine Schätzung abgeben. Der reine Schaden an Dach und Fassade wird auf mindestens 35 000 Euro geschätzt. „Wir werden mit dem Dachdecker überlegen, ob das Dach noch vor Weihnachten neu gedeckt wird oder ob das alte Dach darunter noch hält“, berichtete Langwald.

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