Bürgeler Schulneubau offiziell eingeweiht

Bürgel  In Betrieb ist das Gebäude seit Monaten. Altbau wird bald saniert.

Schulneubau in Bürgel offiziell eingeweiht: Die Firma Implenia hat pünktlich geliefert. Bereits nach den Winterferien hat der Schulbetrieb in Bürgel wie geplant begonnen im neuen Gebäude.

Schulneubau in Bürgel offiziell eingeweiht: Die Firma Implenia hat pünktlich geliefert. Bereits nach den Winterferien hat der Schulbetrieb in Bürgel wie geplant begonnen im neuen Gebäude.

Foto: Florian Girwert

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Eine Besucherin fühlt mit Blick ins Nichts über die kleinen Erhebungen auf der Informationstafel. Hinweisschilder im Neubau der Schule in Bürgel sind neben den lateinischen Buchstaben auch in Blindenschrift gehalten. Eine Neuerung, die längst noch nicht in allen Schulen zu finden ist.

Seit dem Ende der Winterferien ist das neue Gebäude nun schon in Gebrauch, 7,5 Millionen Euro hat es gekostet – der Kreis zahlt an das ausführende Unternehmen Implenia in Raten über 20 Jahre zurück. Öffentlich-private Partnerschaft heißt das in Fachkreisen. Der Erste Beigeordnete des Saale-Holzland-Kreises, Johann Waschnewski (CDU), nannte den Neubau ein „Modellprojekt für weitere Sanierungen im Kreis“.

In den Schulen zwischen Crossen und Kahla gibt es viel zu tun, der Sanierungsstau liegt bei geschätzt mehr als 60 Millionen Euro. 2,3 Millionen Euro werden davon demnächst auch noch in Bürgel abgebaut. So viel investiert der Kreis – mit Hilfe von 1,6 Millionen Euro Fördermitteln aus dem Schulinvestitionsprogramm des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft – in die Sanierung des bestehenden Schulgebäudes aus dem Jahr 1911. Von außen ist das bereits ertüchtigt worden, aber drinnen hapert es noch. Moderne Tafeln, Glasfaser-Anbindungen für die Klassenzimmer und mehr sollen damit verwirklicht werden. Die Planungen sollen im Spätsommer konkret werden, sagte Steffen Grosch, beim Landratsamt verantwortlich für die Liegenschaften. Im Herbst sollen die Arbeiten beginnen – und im Gegensatz zu einem Neubau muss man bei Arbeiten im Gebäude auf möglichen Frost keine Rücksicht nehmen.

Landkreis soll Anträge für Sanierungen stellen

Das Schulinvestitionsprogramm des Landes soll derweil weiter aufgestockt werden, so Staatssekretär Klaus Sühl (Linke) vom Infrastrukturministerium. So eine schicke neue oder sanierte Schule sei doch „besser als eine verrottete Bude“, sagte Sühl zu den Schülern, die sich zusammen mit dem Schulförderverein um die Verpflegung bei den Feierlichkeiten kümmerten. Anträge auf Förderung muss der Kreis allerdings auch stellen.

Landrat Andreas Heller (CDU) lobte die Lernbereitschaft der Landesregierung beim Schulgesetz: „Ohne Änderungen bei den Richtwerten für die Schülerzahlen wäre nämlich auch dieser neue Standort hier gefährdet.“ Das sei nun vom Tisch.

Derweil führt Schulleiter Dirk Hänse die Gäste aus Land und Kreis durch das Gebäude. Neben Blindenschrift, modernen Tafeln und Projektoren in den Klassenzimmern und viel Licht in allen Räumen finden sich an vielen Ecke auch Schalter für den sogenannten Amok-Alarm. Der sei bei größeren Sanierungen und Neubauten seit einigen Jahren Pflicht. „Tritt ein solcher Fall auf, dann kommt sofort eine automatische Durchsage“, erläutert Grosch. Etwa ein Hinweis auf den Ausfall des Schwimmunterrichts. Lehrer und Schüler wüssten Bescheid, was dieser Code bedeutet, denn auch Amok-Alarm wird geübt. „Genau wie Feuer-Alarm.“

Der Schulförderverein durfte sich während der kurzen Eröffnung über etwa 3000 Euro vom Landkreis freuen, womit weiterhin Arbeitsgemeinschaften und andere schulische Aktivitäten gefördert werden sollen.

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