Der Geraer Kornmarkt wird neu belebt

Gera  Der Buga-Förderverein setzt die Initialzündung für einen neu gestalteten Kornmarkt in Gera und bindet Anrainer in die Umgestaltung mit ein.

Platz machen! heißt das Projekt des Buga-Fördervereins Gera, mit dem der Kornmarkt zum Verweilen einladender gestaltet werden soll. Vorsitzender Tobias Friedrich am Färberbrunnen aus dem Jahr 1984.

Platz machen! heißt das Projekt des Buga-Fördervereins Gera, mit dem der Kornmarkt zum Verweilen einladender gestaltet werden soll. Vorsitzender Tobias Friedrich am Färberbrunnen aus dem Jahr 1984.

Foto: Sylvia Eigenrauch

Der Kornmarkt ist Platz Nummer drei, den der Buga-Förderverein mit seiner Aktion „Platz machen!“ neu zum Leben bringen will.

2013 startete die Idee, die Parks und Plätze ins Bewusstsein schieben, zum Besuchen anregen und zum Mittun bei der Verschönerung einladen wollte. Gelungen ist das seitdem für den Zschochernplatz, auf dem nicht nur das Spielplatzgeländer frisch gestrichen wurde, sondern der auch neue Rankhilfen und an seinem oberen Rand Kurzzeitparkplätze bekam. Angeschoben wurde auch die Gestaltung des Platzes der Demokratie zwischen der Amthorstraße und der Zabelstraße. Neben neuer Bepflanzung wurden, unterstützt vom Rotary Club, neue Bänke aufgestellt.

Seit dem Frühjahr werden nun auf Anregung des Buga-Fördervereins Pläne für den Kornmarkt geschmiedet. Neben der Stadtverwaltung als Eigentümer gehören auch Anrainer wie die GWB Elstertal, Thomas Laubert von der AHR Grundbesitz, Thomas Smektalla von TannCapital und Hans-Jürgen Seese vom Restaurant Markt 1 dazu.

Blumenkübel zügeln den Durchgangsverkehr

„Erstes Ziel ist, den Platz verkehrsfrei zu bekommen“, sagt Tobias Friedrich, Vorsitzender des Buga-Fördervereins. Um die Durchfahrt von der Florian-Geyer-Straße zur Jüdengasse auf direktem Weg zu unterbinden, sollen in den nächsten zwei Wochen vor die Häuser der Markt-Westseite Blumenkübel gestellt werden.

Mit der Stadt, so Friedrich, sei man sich schnell einig gewesen, dass auch das Parken unter den Bäumen und damit direkt vor den Bänken der Ruhe suchenden Passanten unterbunden werden soll. Derzeit gebe es 29 Sondergenehmigungen, um in dieser Fußgängerzone sein Fahrzeug abstellen zu dürfen. Eine Idee, dem Kornmarkt sein Schmuddel-Antlitz zu nehmen, ist auch das Aufräumen an der Zufahrt. Dort befindet sich rechter Hand ein umbauter GWB-Müllplatz, vor dem aber mindestens ein Restmüllbehälter und ein Kleidercontainer stehen.

Der Buga-Förderverein selbst will seinen Beitrag zur Platzverschönerung leisten, indem sich seine Mitglieder um den Färberbrunnen von Volker Beier kümmert. Der 1984, im Jahr der Arbeiterfestspiele, auf den Platz gekommene Brunnen, sei seit über zehn Jahren versiegt. Ein erstes Kostenangebot für die Reinigung der Steinfassung, der Bronzeskulptur und die Überholung der Wassertechnik belaufe sich auf 15.000 Euro. „Ich habe vorigen Freitag auch einen Lottomittelantrag gestellt und außerdem freuen wir uns über Spenden“, sagt Vereinschef Tobias Friedrich.

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