Die Geister-Limousine von Jena ist weg: Stadtverwaltung lässt Dauerparker in Burgau abschleppen

Jena  Leipziger Halter lässt Frist verstreichen: Neben den Abschleppkosten werden jetzt tägliche Standgebühren fällig.

Ein seit Wochen hinter Betonsperren stehendes Auto in der Lobedaer Straße am Burgaupark beschäftigte die Vorbeifahrenden. Am Montag ließ die Verwaltung das Auto abschleppen.

Ein seit Wochen hinter Betonsperren stehendes Auto in der Lobedaer Straße am Burgaupark beschäftigte die Vorbeifahrenden. Am Montag ließ die Verwaltung das Auto abschleppen.

Foto: Katja Dörn

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Die letzte Frist ließ der Autofahrer aus Leipzig verstreichen: Am Montag veranlasste die Stadtverwaltung, dass der Passat CC abgeschleppt wird. Seit Wochen stand die Limousine in der Notbucht an der Lobedaer Straße auf Höhe des Gartenmarktes in Burgau (unsere Zeitung berichtete).

Wie Rathaussprecher Kristian Philler auf Anfrage unserer Zeitung sagte, ließ der Mann ein Schreiben des Ordnungsamtes unbeantwortet. Von nun an kostet die Sache Geld, wenngleich er Widerspruch einlegen könne. So müsse der Halter des Autos 110 Euro fürs Abschleppen berappen. Hinzu kämen Standgebühren in Höhe von 10 Euro je Tag, beginnend am 3. Juni, also dem gestrigen Montag. Zudem werde eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 12,50 Euro je angefangener Viertelstunde berechnet. Nach Phillers Angaben wurde der Eigentümer schriftlich informiert, wo er der Wagen nun finden kann.

In der Stadt Jena wurde ein Streit ausgetragen: Der Leipziger hatte den Wagen kürzlich gekauft, und dann ging er für den Fahrer überraschend kaputt. Und zwar bei der Fahrt durch Jena. Der Mann nutzte daraufhin die durch Beton abgesperrte Fläche am Ende des stadtautobahnähnlichen Straßenabschnitts bei „Klee“ als Notbucht. Anders als üblich, kümmerte sich der Besitzer aber nicht um einen Pannendienst oder ließ sein Auto zur nächsten Werkstatt abschleppen. Er ist der Auffassung, dass dies der Verkäufer des Wagens erledigen müsse und wartet ab.

Schon sehr frühzeitig fiel das Geister-Auto Mängelmeldern auf: In der Online-Meldestelle für Bürgeranliegen aller Art wurde die Verwaltung mit Fragen geradezu überhäuft: „Muss das Auto da stehen? Das ist doch kein Dauerparkplatz“, lautet ein Bürgerhinweis. Dieser Fall ist dort nun abgeschlossen.

In den sozialen Medien wird das Vorgehen auch ironisch kommentiert: „Endlich ist mein Parkplatz wieder frei“ und „Super, endlich ist der Verkehrsfluss wieder gegeben und das Parkplatzproblem gelöst...“ ist unter anderem auf Portalen wie Facebook zu lesen.

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