Die „Mieze“ in Bad Klosterlausnitz macht zu und sucht noch immer Nachfolger

Bad Klosterlausnitz  Nun ist es endgültig: Am 30. Juni ist das Spezialitäten-Lokal in der Jenaischen Straße in Bad Klosterlausnitz zum letzten Mal geöffnet.

Thomas Büchner und seine Frau Britta geben das Spezialitäten-Lokal „Mieze Feine Kost“ in Bad Klosterlausnitz zum Monatsende auf. Bisher haben sich trotz intensiver Bemühungen keine Nachfolger für das in der Jenaischen Straße im betriebene Lokalität gefunden.  

Thomas Büchner und seine Frau Britta geben das Spezialitäten-Lokal „Mieze Feine Kost“ in Bad Klosterlausnitz zum Monatsende auf. Bisher haben sich trotz intensiver Bemühungen keine Nachfolger für das in der Jenaischen Straße im betriebene Lokalität gefunden.  

Foto: Andreas Schott

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Für Thomas und Britta Büchner war das kein leichter, aber letztendlich ein notwendiger Schritt. Wir haben viel Herzblut in das Geschäft seit 2012 investiert, betonen sie.

Seit September 2017 ist Thomas Büchner Inhaber des „Reussichen Hof“ in Schmölln. Auf Dauer zweigleisig zu fahren, war einfach nicht mehr möglich. Die Arbeitsanforderungen im Schmöllner Hotel erfordern unseren einhundertprozentigen Einsatz. Daher haben unsere zwei Mitarbeiterinnen in der „Mieze“, Kathleen Seidemann und Sylke Schindler, schon lange Zeit weitestgehend die Geschäfte in der „Mieze“ alleine und eigenverantwortlich gemanagt, bekennt Thomas Büchner.

Schon Anfang des Jahres sei man deshalb öffentlich auf die Suche nach potenziellen Nachfolgern gegangen. Doch widererwartend habe sich bis heute kein geeigneter Partner für das Spezialitäten-Lokal gefunden, bedauern Thomas und Britta Büchner.

Gemangelt habe es nicht an Bewerbern. Die waren recht zahlreich. So haben sich unter anderen Interessenten aus der Gastronomiebranche informiert, die vielfach unsere Lokalität zusätzlich betreiben wollten, aber aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes dann doch Abstand genommen haben. Eine Vielzahl an Seiteneinsteigern hatte sich ebenso gemeldet. Denen sei aber vielfach das zu leistende Arbeitspensum zu hoch erschienen. „Nur mit der Öffnungszeit allein ist die Arbeit im Lokal ja nicht getan“, merkt Thomas Büchner an. Und manche empfanden den aus unserer Sicht moderaten Verkaufspreis zu hoch, lässt er durchblicken.

Dennoch wollen die Büchners auch nach der Schließung am 30. Juni zumindest noch bis Jahresende weiter nach Interessenten für ihr Feinschmecker-Lokal suchen. Werben können sie auch mit einem langfristigen Pachtvertrag für das Lokal in der Jenaischen Straße. „Das hat uns der Pächter zugesichert“, informiert Thomas Büchner.

Eine große Zahl an Stammgästen haben sich die Büchners in den letzten sieben Jahren aufgebaut. Viele Einheimische und Leute aus der Region bis nach Jena, Gera und dem Burgenlandkreis hielten der „Mieze“ die Treue. „Das waren etwa zwei Drittel der Gäste. Und natürlich besuchten uns auch immer wieder Kurgäste und auch Laufkundschaft legte bei uns einen Zwischenstopp ein“, erzählt der Inhaber. Die treue Stammkundschaft sei natürlich traurig, dass wir das Lokal aufgeben, wissen Thomas und Britta Büchner um die Befindlichkeiten, wenn ein weiteres Geschäft im Kurort schließt.

Ursula Schnacke und Margot Mothes aus Bad Klosterlausnitz ließen sich gestern Morgen gegen 8 Uhr ein Frühstück in der „Mieze“ im Freien schmecken. Sie gönnen sich immer mal wieder ein Frühstück wegen der tollen Delikatessen. Das sei alles immer ganz topp und schmecke sehr gut. Uns wird etwas fehlen, gestehen die beiden Damen.

Gleich am Nachbartisch hat sich ein junges Pärchen aus Rüdersdorf zum gemütlichen Sektfrühstück eingefunden. Sie verraten, dass sie sich auf einen beginnenden Urlaub einstimmen. Auch sie schauten aus Rüdersdorf immer mal wieder in der „Mieze“ vorbei. Es sei schade, dass es das Lokal im Kurort bald nicht mehr geben wird, bekennen auch sie.

Für Interessenten hat Thomas Büchner weiter ein offenen Ohr. Per E-Mail könne man mit den Büchners Kontakt aufnehmen.

post@miezefeinekost.de

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