Ein Amerikaner auf Bauhaus-Spuren in Gera

Gera  Thomas Connors aus Chicago bekam eine Extra-Führung durch die Stadt. Auch Spätwerke von Dix sah er

Die Woll- und Seidenweberei Schulenburg & Bessler wurde vom Architekt Thilo Schoder realisiert.

Foto: Peter Michaelis

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„Was und wo ist Gera? Kommt man aus den USA, überrascht es nicht, dass ich noch nie von Gera gehört hatte“, blickt der inzwischen heimgekehrte US-amerikanische Journalist Thomas Connors aus Chicago auf seinen Besuch zurück.

„Allerdings“ so schränkt er ein, „haben meine deutschen Freunde wahrscheinlich auch noch nie etwas von der etwa gleich großen Stadt Rockford in meinem Bundesstaat Illinois gehört.“ Thomas Connors, so berichtet Gästeführerin Steffi Kopp , weilte für eine Woche in Thüringen und absolvierte ein von der Thüringer Tourismus GmbH zusammengestelltes anspruchsvolles Programm zum Thema Bauhaus, das ihn nach Erfurt, Weimar, Jena, Apolda und Gera führte. „Mein Trip nach Gera machte mich bekannt mit der Arbeit von Thilo Schoder und Henry van de Velde." Gemeinsam mit Gästeführerin Steffi Kopp und Elisabeth Kontschew von der Tourismus GmbH besuchte der Journalist einige Schoder-Bauten wie die Firma Golde in der Wiesestraße und das ehemalige Fabrikgebäude der Firma Schulenburg & Bessler, heute Getzner, in der Ruckdeschel-Straße sowie die Schäfer-Klinik in der Gagarin-Straße. Auch Haus Schulenburg stand auf dem Programm, wo Hausherr Volker Kielstein über seine allererste Reise in die USA berichtete, die ihn ausgerechnet nach Chicago, in die Heimatstadt des Besuchers, führte. Als einer der ersten konnte Thomas Connors die frisch erworbenen Bilder der neuen Ausstellung zum Bauhaus-Künstler Georg Muche betrachten.

Auf dem Hofwiesenparkfest gab es ein kurzes Treffen mit Oberbürgermeister Julian Vonarb, der im Juni nur drei Autostunden von Chicago entfernt in Geras Partnerstadt Fort Wayne weilen wird.

„Was mir ebenfalls stark in Erinnerung bleiben wird, sind die unerwarteten Erfahrungen, die ich in Gera machte, indem ich die Spätwerke von Otto Dix in der Orangerie betrachtete und auch die spannenden und dynamischen Projekte von Kuratorin Claudia Tittel in der Häselburg mit ihrer Kunst-Galerie, dem Unterrichtsraum und der Wohnetage für junge Künstler. Ich weiß nun, wo Gera liegt und habe eine Ahnung von seiner vielfältigen Kultur bekommen," schließt Thomas Connors seinen Bericht.

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