Ein Genie wird 162: Tesla-Forum in Unterwellenborn

Unterwellenborn  Forscher und Interessierte aus ganz Deutschland treffen sich zum Geburtstag von Physiker Nikola Tesla im Landkreis

Hans-Jürgen Brachmann (links) und Rainer Knauer vom regionalen Studienkreis Dr. Nikola Tesla mit einer Anlage zur Eindrahtenergieübertragung nach Tesla. Um den Arm trägt Brachmann eine Armberge, die magnetisch wirkt und kosmische Bewegungen an ihren Träger überträgt .

Hans-Jürgen Brachmann (links) und Rainer Knauer vom regionalen Studienkreis Dr. Nikola Tesla mit einer Anlage zur Eindrahtenergieübertragung nach Tesla. Um den Arm trägt Brachmann eine Armberge, die magnetisch wirkt und kosmische Bewegungen an ihren Träger überträgt .

Foto: Robin Kraska

Geboren in einem winzigen kroatischen Bergdorf und nach Stationen in Prag und Budapest, zog Nikola Tesla (1856-1943) fast mittellos nach New York City, um in den Vereinigten Staaten einer der prägendsten Physiker und Erfinder der Geschichte zu werden.

Seiner Leistungen und Neuerungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik, etwa die Erfindung des Zweiphasenwechselstrom, wird jedes Jahr zu seinem Geburtstag am 10. Juli in der Gasmaschinenzentrale Unterwellenborn gedacht. Das zweitägigen Tesla-Forum am Dienstag und Mittwoch organisierten der Förderverein des Schaudenkmals Gasmaschinenzentrale und der regionale Studienkreis Dr. Nikola Tesla. Viele der rund 90 Teilnehmer sind Stammgäste seit dem Start des Forums 2009. Auf dem Programm stehen neben Vorträgen und Diskussionen über das Lebenswerk Teslas und solchen zu aktuellen Forschungen auf dem Gebiet der Physik auch Experimente.

Thorsten Ludwig, Präsident der Deutschen Vereinigung für Raumenergie (DVR) in Berlin, würdigte Tesla nicht nur als brillanten Geist seiner Zeit und „sehr wichtigen Erfinder für die gesamte Menschheit“, sondern verwies auch auf sein Selbstvermarktungsgeschick: Tesla selbst nutzte seinen eigenen Geburtstag gern dazu, seine neuesten Erfindungen und Ideen öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.

Mit historischen Fotos skizzierte Ludwig die wichtigsten Lebensstationen Teslas: Von den Anfängen in Amerika, wo er schon zwei Tage nach seiner Ankunft für Glühlampen-Pionier Thomas Edison arbeitete, „sich dort aber nicht entfalten konnte“, über den Großauftrag zur Beleuchtung der Weltausstellung in Chicago 1893 und erste eigene Laborversuche mit Spulen, Transformatoren und Turbinen. „Tesla war Theoretiker und Praktiker gleichermaßen“, weiß Thorsten Ludwig. Mit seinen Erkenntnissen könnte es heute möglich sein, neue Energiequellen aus der Natur zu erschließen, etwa auf Basis von Wasserstoff oder Magnetismus.

„Allerdings befinden wir uns hier noch im Stadium der Forschung und Neuentdeckung von Phänomenen und ihrer Evaluation. Aber das macht es auch so spannend“, ist Thorsten Ludwig begeistert. Wenn es dann irgendwann soweit sei, müsse die Gesellschaft für die neuen Technologien erwärmt werden, „Lust bekommen, und sie letztlich auch bei der Politik einfordern“, so Ludwig. Dazu gehöre eine ehrliche Öffentlichkeitsarbeit. „Tesla war seiner Zeit geschätzt 100 Jahre voraus und hatte immer wieder mit Skeptikern und Finanzierungsproblemen zu kämpfen“, ergänzt ihn Joachim Knauer vom Studienkreis und Förderverein.

Knauers Studienkreiskollege Hans-Jürgen Brachmann aus Saalfeld erklärte Besuchern seinen selbstkonstruierten Versuchsaufbau einer Eindrahtenergieübertragung und seine ebenfalls nach archäologischem Vorbild nachgebaute Armbeuge. „Dabei handelt es sich eigentlich um ein um den Arm getragenes Kunst- und Kultobjekt aus der Bronzezeit. Durch sein Material und die Spiralenkonstruktion fungiert es aber auch als elektromagnetischer Wandler, der die kosmische Energie der Erde an seinen Träger weiterleitet. Das ist genial!“

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