Eine Uraufführung in Altenburg zum Abschluss

Altenburg  Das Projekt „Cohn – Bucky – Levy“ endet im Paul-Gustavus-Haus mit besonderer Veranstaltung

Moderator Bernhard Stengele (Mitte) im Gespräch mit Birgit Klaubert und Christian Repkewitz.

Moderator Bernhard Stengele (Mitte) im Gespräch mit Birgit Klaubert und Christian Repkewitz.

Foto: Michaele Sojka

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Mit einer ungewöhnlichen Veranstaltung verabschiedete sich das Projekt „Cohn – Bucky – Levy“ von Altenburg. Vor zwei Jahren hatten die Buchvorstellung zum Lebens- und Leidensweg des wohl bekanntesten jüdischen Familienverbandes Altenburgs sowie das internationale Theaterprojekt „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ viele Menschen weltweit bewegt und begeistert. Mit dem Verkaufsstart der DVD „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ des Altenburger Unternehmens GML Pictures wurde der dritte und zugleich letzte Teil des Projekts im Paul-Gustavus-Haus, einer der Wohnstätten der Familie und Spielstätte des Stückes abgeschlossen.

Eingebettet war der Projektabschluss in eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen, die es schaffte, die Biografien zweier bedeutender Frauen und ihre Zeit zu beleuchten. „Rosa Luxemburg und Marianne Bucky – jüdisch, einflussreich, ermordet“ bot im gut besetzten Paul-Gustavus-Haus dabei so manche Überraschung. So kamen Briefe von Rosa Luxemburg zum Vortrag (Nolundi Tschudi), es wurden kurze Szenen aus dem Theaterstück „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ gespielt (Mechthild Scrobanita, Nolundi Tschudi und Milena Ivanova). Ergänzt durch hochwertigen musikalischen Beiträge des Duos Ivanova-Delgado, die unter anderem zwei Versionen von „Kol Nidrei“ von Tedesco und Bruch interpretierten, verband die Künstlerin Marianne Hollenstein, die gerade eine große Schau ihrer Bilder in Kiew ausstellt, die Elemente zu einer Live-Performance.

In zwei Gesprächsrunden schaffte es Ideengeber und Moderator Bernhard Stengele gemeinsam mit seinen Gesprächspartnern Birgit Klaubert (für Rosa Luxemburg) und Christian Repkewitz (für Marianne Bucky), die Lebens- und Leidenswege zweier Frauen zu verknüpfen, die sich nie begegnet sind.

Zum Abschluss des Nachmittags erwartete die Gäste noch eine Uraufführung: Milena Ivanova trat erstmals als Sängerin in Erscheinung, berührte mit einer vertonten Version des Tucholsky-Gedichts „Zwei Erschlagene“ und damit der ersten gemeinsamen Komposition des Duos das Publikum.

Seit 2. Juni ist die filmische Dokumentation zum Projekt in einer limitierten Auflage auf DVD zu erwerben. Wer Interesse an dem Film hat, kann diesen über www.christian-repkewitz.de bestellen.

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