Eisenberg: Greifvogel, Jagdhund und Frettchen zum Anfassen

Eisenberg  Tierischer Besuch in der Senioren-Begegnungsstätte „Goldener Herbst“.

Gerhard Retterath (links) reichte den Falkner-Handschuh auch an seine Gäste weiter.

Gerhard Retterath (links) reichte den Falkner-Handschuh auch an seine Gäste weiter.

Foto: Susann Grunert

Jagdhorn-Klänge und Hundegebell hallten gestern Nachmittag durch die Flure der Begegnungsstätte „Gol­dener Herbst“ in Eisenberg. Denn Gerhard Retterath aus Birkhausen (Landkreis Greiz) hatte für sein „Naturevent“, eine Mischung aus Tiershow, Wissensvermittlung und Comedy, jede Menge Anschauungsobjekte dabei – tot und lebendig.

Seit mittlerweile elf Jahren tourt der Jäger und Falkner mit Jagdhund „Luzi“, Greifvogel „Atachi“ und dem Frettchen „Freddy“ durch Mitteldeutschland, um in Kindergärten und Schulen, auf Veranstaltungen oder in Seniorenheimen von der Natur und ihren Bewohnern zu erzählen. „Ich komme, um Freude zu machen“, sagt er. Der Schalk sitzt dem gebürtigen Rheinländer dabei immer im Nacken. „Ich bin der Mann, der einen Vogel hat“, erzählte er breit grinsend – mit Atachi auf der Hand.

Sein Publikum bezieht Gerhard Retterath während des gut einstündigen Programms unentwegt ein. Sehr zur Freude derer, die gerade nur zuschauen dürfen. Bei Hund und Frettchen sind Anfassen und Streicheln ausdrücklich erlaubt. Selbst Atachi wandert, abgesichert vom Falkner, von Hand zu Hand. Kurzweilig erzählte Retterath auch aus seinem Jägerleben. „Wildschweine riechen einen Menschen auf 200 Meter.“ Steht der Wind ungünstig, braucht der Waidmann sein Glück also gar nicht erst versuchen. „Und wissen Sie, was das Frettchen am besten kann?“, fragt er und lässt seine Gäste einen tiefen Zug nehmen: „Richtig. Stinken.“

Mehr zum Programm unter www.naturevent.net

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