Elgersburgs neuer Gemeinderat konstituiert sich

Ilmenau  Stefan Wespa will künftig Schlossführungen übernehmen. Das Gremium beschließt eine Partnerschaft mit russischem Innopolis.

Die neuen Elgersburger Gemeinderäte mit Bürgermeister Mario Augner (rechts). Für die CDU: Bernd Kellner, Andreas Reichel, Annett Wilhelm, Volker Rusch, Thomas Richter. Offene Liste Elgersburg: René Groteloh, Wilfried Rath. BI Elgersburg: Heiko Langenhan, Hannes Kuhne, Christian Müller, Maximilian Reichel-Schindler und Florian Czerwanski.

Foto: Karl-Heinz-Veit

Der neu gewählte Am Gemeinderat von Elgersburg hat sich Donnerstagabend in seiner vierten Sitzung konstituiert. Bürgermeister Mario Augner (CDU) die Versammlungsleitung. Er verpflichtete mit Handschlag die Gemeinderäte für ihr öffentliches Ehrenamt, das sie zum Wohle ihres Ortes und aller seiner Bürger pflichttreu, verantwortungsbewusst und mit Freude und Tatkraft für die solidarische Dorfgemeinschaft ausüben sollen.

Den einstimmig gewählten Beigeordneten Heiko Langenhan (Bürgerinitiative Elgersburg) nahm Bürgermeister Augner den Schwur auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ab. Alle Abgeordneten wurden mit einem Blumenpräsent im Gemeinderatsehrenamt begrüßt.

Forderung nach kürzeren Amtszeiten in der Politik

Von 1029 wahlberechtigten Elgersburgern hatten 70,7 Prozent, das entspricht 727 Wählern, ihre Stimme für die Kandidaten der CDU (857 Stimmen), die Offene Liste (271 Stimmen) und die Bürgerinitiative Elgersburg (950 Stimmen) abgegeben.

Bernd Kellner mit 20- jähriger Gemeinderatserfahrung wurde als Versammlungsleiter des Rates wiedergewählt. René Groteloh ist sein Stellvertreter. Neben Bürgermeister Augner vertreten künftig Hannes Kuhn und Andreas Reichel die Elgersburger Interessen in Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Geratal/Plaue.

Bevor die neu gewählten Gemeinderäte verpflichtet wurden, verabschiedete Mario Augner mit herzlichen Dankesworten und einem Präsent die aus ihrem Amt ausgeschiedenen Gemeinderäte. Stefan Wespa – 15 Jahre war er Gemeinderatsmitglied und auch 1. Beigeordneter – machte sich zum Sprecher der nun ehemaligen Gemeinderäte und sagte Dank für deine gute Zeit gemeinsamen Arbeitens, das den Ort in seiner Entwicklung ein gutes Stück voran brachte. Die vergangegen drei Jahre als Stellvertreter an der Seite von Bürgermeister Mario Augner bezeichnete er als die besten seiner langen Amtszeit. Er erinnerte an die auf den Weg gebrachten und teils vollendeten Projekte wie die Umnutzung des Bahnhofes, den Kauf des Kaiserhofes mit der im Gang befindlichen Sanierung des Dorfsaales, an Straßenbaumaßnahmen und an touristische Aktivitäten. Dazu merkte er an, dass „die Schlossführungen in der Hand der Gemeinde“ bleiben müssen. Er selbst sei bereit, diese Aufgabe weiterhin durchzuführen. Von der Landes- und Bundesregierung, forderte er, dass die Amtszeiten kommunaler Funktionsträger auf zwei Legislaturperioden beschränkt werden müssen, um die Demokratie nicht zu gefährden. Als einen der ersten Beschlüsse stimmte der Gemeinderat einmütig für das „Memorandum zur Aufnahme von Partnerbeziehungen mit der Stadt Innopolis in der russischen Föderation“, welches am 25. Juni in Aachen unterzeichnet werden soll.

Mit der „Bilanz und Ausblick der Gemeinderatsarbeit“ schloss der Bürgermeister die öffentliche Sitzung, der ein nichtöffentlicher Teil folgte..

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