Fischersdorfer Enduro-Team hilft Kindern in Rumänien

Fischersdorf  Von Fischersdorf nach Westrumänien sind es gut 1200 Kilometer. Das Team Abuzze des Motorrad- und Tourismusvereins Saalebogen fährt die Strecke, um Kinderheimen eine Überraschung zu bereiten

Rene Schulz zeigt auf ein paar der über 40 Kartons, die er und seine Motorradfreunde rumänischen Kinderheimen schenken werden. Foto: Robin Kraska

Rene Schulz zeigt auf ein paar der über 40 Kartons, die er und seine Motorradfreunde rumänischen Kinderheimen schenken werden. Foto: Robin Kraska

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

21 grobstollig bereifte Motorräder, 18 Zweiradenthusiasten, mindestens fünf große Transporter und zwei Tage Fahrt quer durch Osteuropa. Das sind die Eckdaten für das neueste Projekt des Team Abuzze aus Fischersdorf. Das Ziel: Timisoara (dt. Temeswar) im rumänischen Kreis Banat. In der Nähe findet alljährlich das härteste Enduro-Rennen der Welt, die Enduromania, statt. Bei jenem sind Organisator Rene Schulz aus Fischersdorf und seine Mannen nicht zum ersten Mal dabei. Dass der Sportgaudi nun auch eine karitative Komponente erhält, ist neu.

„Natürlich fetzt es, durch Staub und Geröll zu düsen“, bekennt der Motorradfan, „aber diesmal wollen wir auch etwas bewegen“. Deswegen hat Rene Schulz mit Mechtild Gollnick Kontakt aufgenommen, die eine Reihe von Kinderheimen im westlichen Rumänien leitet und die Arbeit des Vereins Hilfe für Kinder in der drittgrößten Stadt des Landes koordiniert. „Es war schon äußerst schwierig, überhaupt an jemanden heranzukommen“, sagt Schulz. „Wenn du Geld spenden willst, ist alles ganz einfach, aber sobald man selber etwas konkretes tun will, wird es schwierig“. Einen kleinen, wenn auch nur symbolischen Zuschuss aus öffentlicher Hand, gab es für die gute Sache nicht, wie Rene Schulz bedauert. Als dann doch alles in trockenen Tüchern war, begann das Sammeln: Alles, was die Jungen und Mädchen in ihrem Ersatzzuhause gebrauchen können, wurde in Umzugskisten gepackt und in den Kleinbussen verstaut. Nachdem die Spenden überbracht wurden, werden dann die Maschinen ausgeladen und beim sportlichen Part der Reise um Pokale und Ruhm in der Bikerszene gefahren.

Zu Rumänien hat Schulz eine ganz besondere Beziehung, berichtet von teils mittelalterlichen Zuständen, die man in Europa kaum mehr vermuten würde - aber auch von grenzenloser Gastfreundschaft. „Einmal sind wir auf Tour von einer uns völlig unbekannten Hochzeitsgesellschaft, eingeladen worden, spontan mitzufeiern. Vor allem solche Momente machen das Land so wunderschön.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.