Flüchtling zündet Bettdecke an - Heim in Rudolstadt evakuiert

Rudolstadt  Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei bei Brand am Donnerstagabend in Rudolstadt - Vier Personen verletzt

Neben Kräften aus Rudolstadt und Pflanzwirbach wurden auch Feuerwehrleute auch Saalfeld, Crösten, Schaala, Bad Blankenburg zum Einsatzort gerufen.

Foto: Fabian Peikow

Einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gab es am Donnerstagabend in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Rudolstadt. Nach ersten Erkenntnissen wurden bei einem Zimmerbrand vier Personen verletzt. Drei Flüchtlinge erlitten beim Versuch, das Feuer zu löschen, Rauchvergiftungen.

Die Feuerwehr wurde gegen 22.30 Uhr alarmiert. Neben den Einsatzkräften aus Rudolstadt und Pflanzwirbach wurden auch Feuerwehrleute auch Saalfeld, Crösten, Schaala und Bad Blankenburg an den Einsatzort gerufen.

Die Polizei verdächtigt einen 20-Jährigen, der selbst in der Unterkunft wohnt, das Feuer gelegt zu haben. Nach derzeitigem Erkenntnisstand soll er seine Bettdecke angezündet haben, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Dann habe er sein Zimmer verlassen und es von außen verschlossen. Der 20-Jährige befindet sich in Polizeigewahrsam. Die 76 Bewohner des betroffenen Hauses mussten während des Einsatzes ihre Zimmer verlassen. 30 von ihnen konnten nach Abschluss der Löscharbeiten zurück, 46 mussten in anderen Gebäuden der Einrichtung untergebracht werden.

Die Gemeinschaftsunterkunft wird vom Landratsamt betrieben. „Wir sind besonders froh, dass bei dem Brand nichts Schlimmeres passiert ist. Im Namen des Landrates danke ich allen Beteiligten, die bei dem Großeinsatz dazu beigetragen haben, dass alles so gut bewältigt werden konnte“, so Fachbereichsleiterin Stephanie Döhler

Der betroffene Gebäudetrakt ist verschlossen und gesichert. Es ist bis auf Weiteres nicht bewohnbar. Fachleute verschiedner Gewerke waren vor Ort, um die Schäden zu sichten und das Gebäude zu sichern. Zunächst wurde erst einmal das Löschwasser abgepumpt.

Die leicht Verletzten waren bereits am gestrigen Vormittag wieder aus der Klinik zurück und haben ihr neues Quartier bezogen. „Alle anderen betroffenen Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft konnten innerhalb kürzester Zeit schon in der Nacht in anderen Räumlichkeiten untergebracht werden. Das Landratsamt hat dazu einen bislang frei geräumten Trakt wieder aktiviert. Voraussichtlich werden die Flüchtlinge bis auf Weiteres in diesen Räumen bleiben können“, teilt die Behörde mit.

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