Pläne: 288 Corona-Impfungen am Tag in Eisenach

Eisenach.  Eisenach bekommt Impfstelle am Klinikum. Kassenärztliche Vereinigung sucht noch Personal.

An die bisherige Abstrichstelle der Kassenärztlichen Vereinigung wurde weitere Container angedockt, in denn denen dann die Corona-Impfstellen zu finden sein werden.

An die bisherige Abstrichstelle der Kassenärztlichen Vereinigung wurde weitere Container angedockt, in denn denen dann die Corona-Impfstellen zu finden sein werden.

Foto: Peter Rossbach

Eisenach wird Standort einer Impfstelle in Thüringen. So viel ist klar, über den tatsächlichen Standort hüllt sich die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT), die die Impfzentren landauf, landab betreiben wird, noch ein wenig in Schweigen. Immerhin hatte auch Opel Flächen auf seinem Werksgelände dafür angeboten. Tatsächlich aber wird nach Informationen dieser Zeitung das Gelände des St.-Georg-Klinikums an der Mühlhäuser Straße Heimstatt der Corona-Impfstelle. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Das macht insofern Sinn, weil dort bereits seit einigen Monaten der Corona-Abstrich-Stützpunkt der KVT zu finden ist. Dorthin schicken alle niedergelassenen Ärzte Patienten zu Coronatests. An diesen Containern wurden nun bereits weitere angedockt, die dann den Mitarbeitern der Impfstelle Raum für ihr Tun geben. Auch ein Bagger steht noch dort, weil diese Container Wasserversorgung benötigen und daher eine Wasserleitung angeschlossen werden musste.

In der Impfstelle sollen ein Arzt oder eine Ärztin sowie zwei Impfende arbeiten. Letzteres können geschulte Medizinische Fachangestellte sein, aber auch die Ärzte selbst, teilt die KVT auf Anfrage mit. Für diesen Dienst will man niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus Thüringen, gegebenenfalls mit dem eigenen Personal gewinnen.

„Wir haben dazu all unsere Mitglieder angeschrieben und auf unserer Internetseite aufgerufen“, so Luisa Ihle von der Stabsstelle Kommunikation/Politik der KVT.

Bis zu zehn mobile Impfteams kümmern sich um Heimbewohner

Geöffnet sein soll die Impfstelle jeweils Montag bis Freitag bis zu zwölf Stunden am Tag. An jeder Impfstelle wären so 144 Impfungen pro Impfendem möglich, also in Eisenach 288 am Tag. Und logisch: „Geimpft wird dort aber erst, wenn ein Impfstoff vorhanden ist. Der erste Impftermin kann dann zwei Wochen später in Anspruch genommen werden“, teilt die KVT auf Anfrage mit.

Bei der Frage, wer dort wann und vorrangig an die Reihe kommt, wartet die KVT die Empfehlung durch die Ständige Impfkommission (STIKO) ab.

„Grundsätzlich wird es ein Terminvergabe-Management geben“. Für Menschen aus den Corona-Risiko-Gruppen, die nicht persönlich zu einer Impfstelle kommen können (auch aus Pflegeheimen, Klinikum, Seniorenheimen, Hospizen und andere) sollen bis zu zehn mobile Impfteams in Thüringen unterwegs sein.

Aktuell sinkt in der Region die Zahl der aktiven Infektionen. Das Gesundheitsamt beziffert diese Zahl für den Wartburgkreis auf 253 (Stand 30. November, 14 Uhr/ minus 12 im Vergleich zum Freitag) und für die Stadt Eisenach auf 46 (minus 12). Schwerpunkte im Kreisgebiet sind unter anderen Bad Liebenstein (49 Fälle), Gerstungen (31), Bad Salzungen (29), VG Hainich-Werratal/Amt Creuzburg (16), Vacha (14), Werra-Suhl-Tal (14), Hörselberg-HainichRuhla/Seebach (10)

1695 Menschen befinden sich derzeit in Quarantäne (minus 136). Im Eisenacher Klinikum wird allerdings eine steigende Zahl an Erkrankten betreut. 14 Covid-19-Patienten werden auf der Isolierstation behandelt und zwei Menschen mit starken Krankheitssymptomen auf der Intensivstation.

Das Robert-Koch-Institut vermeldet Inzidenzwerte (Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner / Stand 30. November, 0 Uhr) von 89,9 für den Wartburgkreis und 63,9 für die Stadt Eisenach

Im einzelnen ist die Creuzburger Kindertagesstätte geschlossen, eine Erzieherin ist positiv getestet. Die Kontaktermittlungen durch das Gesundheitsamt laufen noch. Dies gilt auch für die Grundschule Förtha wegen eines infizierten Schülers.

Im Azurit-Seniorenzentrum in Eisenach gibt es vier weitere positive Fälle, damit sind dort nun zehn Bewohner und zwei Mitarbeiter betroffen.