Fälle an Schulen bringen Kontaktfahnder im Kyffhäuserkreis an Grenzen

Kyffhäuserkreis.  Corona fordert ein weiteres Todesopfer im Kyffhäuserkreis. Auch die Regelschule in Bad Frankenhausen wird geschlossen.

32 Mitarbeiter aus allen Bereichen der Kreisverwaltung, darunter auch Auszubildende Saskia Kästner (vorn) fahnden täglich nach Kontaktpersonen von Coronainfizierten im Kyffhäuserkreis. Landrätin Antje Hochwind Schneider (SPD, Bildmitte links) bespricht mit der Leiterin des Gesundheitsamtes Sabine Hausweiler (Bildmitte rechts) die Lage.

32 Mitarbeiter aus allen Bereichen der Kreisverwaltung, darunter auch Auszubildende Saskia Kästner (vorn) fahnden täglich nach Kontaktpersonen von Coronainfizierten im Kyffhäuserkreis. Landrätin Antje Hochwind Schneider (SPD, Bildmitte links) bespricht mit der Leiterin des Gesundheitsamtes Sabine Hausweiler (Bildmitte rechts) die Lage.

Foto: Timo Götz

Mit 14 neuen Corona-Infizierten wuchs am Donnerstag erneut der Berg an Arbeit, den die mittlerweile 32 Mitglieder der Arbeitsgruppe beim Landratsamt mit der Nachverfolgung der Kontakte bewältigen müssen. „Wir konzentrieren inzwischen alle verfügbaren Mitarbeiter aus der Kreisverwaltung auf diese Aufgabe. Anders ist die Arbeit nicht mehr zu schaffen“, stellt Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) klar. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenfreien Corona-Liveblog

„Vor allem wenn Schüler oder Lehrer betroffen sind, wächst die Zahl der Kontaktpersonen allein schon durch das schulische Umfeld jedes Mal immens“, so die Landrätin. Am Donnerstag waren 1084 Menschen im Kyffhäuserkreis in Quarantäne, weil sie Kontakt zu Infizierten hatten, und wurden neue Fälle unter Schülern der bereits geschlossenen Klosterschule Roßleben bekannt. An der Regelschule in Bad Frankenhausen wurde eine Lehrerin positiv getestet; die Schule bleibt bis Dienstag zu. Sogar bis Mittwoch ist die Grundschule Hohenebra geschlossen, weil noch Ergebnisse von Zweittests ausstehen.

Beim Gymnasium Bad Frankenhausen ist nicht sicher, wann es wieder geöffnet wird. Um bei Fällen an Schulen schnell Klarheit über die Ausbreitung der Infektion zu bekommen, werde der Kreis ein viertes mobiles Abstrich-Team aufstellen, kündigte die Landrätin an. Trotz der personellen Belastungen durch die Corona-Krise sei sichergestellt, dass alle Aufgaben um konkrete Ansprüche von Menschen wie etwa Sozialleistungen uneingeschränkt abgearbeitet würden.

Ein weiteres Todesopfer hat die Pandemie am Donnerstag im Kyffhäuserkreis gefordert. Gestorben sei ein älterer Mann im östlichen Teil des Landkreises, erklärte Kreissprecher Heinz-Ulrich Thiele. Es bestehe kein Zusammenhang mit Fällen in Gemeinschaftseinrichtungen. Der Mann, dessen Infektion bekannt war, sei zu Hause verstorben. Weiterhin konzentriere sich das Infektionsgeschehen auf die Region Roßleben-Wiehe und Artern.