Zwei weitere Pflegeheime in Weimar und im Landkreis sind Infektionsschwerpunkte

Weimar.  Zwei weitere Pflegeheime aus Weimar sind nun wegen vermehrter Infektionen in die Schlagzeilen geraten. - Im Weimarer Land erhalten Menschen über 80 jetzt persönliche Infoschreiben zum Impfen.

Die Berufsfeuerwehr Weimar leistete Dienstagabend technische Hilfe bei der Erweiterung einer Corona-Station im Kursana-Domizil an der Carl-Ferdinand-Streichhan-Straße.

Die Berufsfeuerwehr Weimar leistete Dienstagabend technische Hilfe bei der Erweiterung einer Corona-Station im Kursana-Domizil an der Carl-Ferdinand-Streichhan-Straße.

Foto: Johannes Krey

Mit dem Kursana-Domizil in Weimar und dem Pflegeheim in Ettersburg sind erneut zwei große Pflege-Einrichtungen von Corona-Infektionen betroffen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

In Ettersburg wurden die Infektionen nach Tests aller Mitarbeiter und 150 Bewohner zunächst in drei der vier Wohnbereiche des DRK-Heims festgestellt. Darunter befindet sich auch jener Wohnbereich, in dem bereits im Frühjahr 2020 zahlreiche Infektionen und sechs Todesfälle aufgetreten waren.

Insgesamt neun Bewohner und drei Mitarbeiter wurden in Ettersburg bis Mittwochvormittag positiv auf das Coronavirus getestet. Eine nochmalige Testung aller Bewohner und Mitarbeiter ergab keine weiteren Infektionen. 17 Testergebnisse standen am Mittwochmittag allerdings noch aus.

Nach Informationen aus dem Gesundheitsamt Weimarer Land sollten am Donnerstag, 14. Januar, nochmals alle Bewohner einem PCR-Test unterzogen und in der nächsten Woche die Mitarbeiter werden. Die drei betroffenen Mitarbeiter tauchen allerdings nicht in der Infektionsstatistik des Weimarer Landes auf, da sie in Weimar und im Kreis Sömmerda wohnen.

Auch im Kursana-Domizil an der Weimarer Leibnizallee waren bis Mittwochvormittag weitere 14 Infektionen durch Laboruntersuchungen bestätigt. Damit sind in der Einrichtung insgesamt 23 Bewohner infiziert. Bereits Dienstagabend rückten deshalb Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr mit vier Fahrzeugen zur Unterstützung an. In Schutzanzügen, mit Schutzbrillen und mit FFP-Masken leisteten sie technische Hilfe.

Die Feuerwehrleute halfen bei der Erweiterung einer Corona-Station. Sie muss von den bislang nicht betroffenen Wohnbereichen abgeschottet sein. Dazu gehört es u.a., einen Luftaustausch zu verhindern.

Nachdem am Mittwoch das wurde, erhalten jetzt auch im Weimarer Land alle Bürger über 80 Jahren Briefe zu den anlaufenden Impfungen. Absender sind ihre Gemeinden. Bürgermeister und Landrätin haben sich dazu abgestimmt. Weil nur die Einwohnermeldeämter über die Adressen verfügen, kann das Schreiben nicht zentral versendet werden.

Bislang ist im Weimarer Land die Öffnung von Impfzentren in Apolda und Blankenhain für den 3. Februar vorgesehen. Zu Hause lebende Menschen über 80 Jahre müssen sich von der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT; 03643/4950490) einen Impftermin geben lassen. Für Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen organisieren indes die Einrichtungen die Impfungen.